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08.06.2018

Sorgen Sie im Sommer für einen Luftaustausch im Haus

Laut Kalender ist noch kein Sommer. Was wir in den letzten Wochen erlebt haben, waren aber hochsommerliche Temperaturen, tropische Luftfeuchtigkeit und unvorhergesehene Wetterereignisse. Wir wundern uns darüber schon fast nicht mehr; das Außerordentlich wird – so paradox das ist – zur Normalität. Und somit kommen wir jetzt mit unseren Tipps zum Lüften im Sommer schon fast zu spät. Denn Gelegenheit zum Üben hatten wir ja schon reichlich. Andererseits hoffen wir alle natürlich, noch viele schöne Wochen mit sommerlichen Temperaturen in diesem Jahr zu bekommen. Und Tipps zum richtigen Lüften gelten eigentlich fürs ganze Jahr. Allerdings erwärmen sich im Sommer, wenn die Außentemperaturen hoch sind relativ schnell unsere Wohnungen und Arbeitsräume. Wir empfinden dann die Luft als drückend oder schwül – jedenfalls als unangenehm. Unter angenehm verstehen die meisten von uns ein gesundes Raumklima mit einer gut erträglichen, behaglichen Temperatur, frischer Luft und ausgewogener Luftfeuchtigkeit. Um dies zu erreichen sind richtiges Lüften und Kühlen erforderlich.

Im Sommer geht es darum, frische Luft und angenehme Kühle gleichzeitig zu erhalten. Unser Tipp: Halten Sie bei hohen Außentemperaturen Ihre Räume spürbar kühl, indem Sie die Fenster tagsüber geschlossen lassen und erst nachts öffnen. Nutzen Sie (am besten außen liegende) Sonnenschutzsysteme wie Roll-, Klapp- oder Schiebeläden, um die Wohnung in Schatten zu bringen. Diesem Zweck können auch Bäume, Markisen oder Dachüberhänge erfüllen. Allerdings müssen wir ja hin und wieder lüften, um den Frischluftbedarf zu decken. Dann lüften Sie am besten nur kurz, und zwar möglichst im Durchzug. Dann heizen sich die Luftmassen im Raum nicht so stark auf. Bei extrem heißen Temperaturen können auch mobile Raumklimageräte helfen. Achten Sie beim Kauf auf das EU-Energieeffizienz-Label! Ein Gerät der Klasse A verbraucht weniger Strom als andere. Aber die wenigste Energie verbraucht natürlich, wer sich ohne solche Geräte zu helfen weiß.

Wenn sich ein Haus im Sommer trotz aller Gegenmaßnahmen stark aufheizt, sollte man sich über eine energieeffiziente Gebäudesanierung informieren. Durch eine solche Modernisierung bleibt das Haus nicht nur bei hohen Außentemperaturen angenehm kühl, sondern im Winter wird weniger Energie verbraucht. Wichtig ist es auch, die Augen offen zu halten. An kalten Bauteilen kann im Sommer die Luftfeuchte kondensieren. Das sieht man zum Beispiel, wenn frei liegende Kaltwasserleitungen „schwitzen“. Deshalb sollten Keller im Sommer eher wenig und wenn, dann nur in kühlen Morgenstunden gelüftet werden. Falsches Lüften bei hohen Außentemperaturen ist häufig Ursache für feuchte Keller.

Ganz auf Lüften zu verzichten, weil die Luftfeuchtigkeit gefühlt oder auch tatsächlich hoch ist, wäre aber ein Fehler. Denn mit dem Lüften wird die verbrauchte Luft in der Wohnung, in der sich bekanntlich immer Schimmelsporen und womöglich auch ungute Ausdünstungen befinden, ausgetauscht. Aber stundenlang die Fenster gekippt zu halten, wäre auch im Sommer nicht effektiv. Das einzig Wahre - und zwar am besten gleich nach dem Aufstehen – ist das Stoßlüften. Machen Sie die Fenster fünf bis 15 Minuten lang ganz auf. So können Sie richtig Dampf ablassen! Die Feuchtigkeit, insbesondere aus Küche oder Bad, gelangt dann nach draußen. Auf diese Weise verhindern Sie die Bildung von Schimmelpilzen, die bei einigen Menschen Allergien bzw. Krankheiten auslösen können.


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