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05.03.2018

Augen auf am Ende des Winters!

Im Märzen der Bauer... Ja, jetzt wird es auf Feld und Flur interessant. Aber man muss kein Landwirt sein, auch den Gartenbauer und Kleingärtner packt jetzt die Lust, im Freien zu wirken, den Garten für die Saison vorzubereiten. Als jetzt die frostigen Tage waren, konnte man ja nichts machen – fast nichts! Denn es hat sich durchaus gelohnt, nachzugucken, ob die frostempfindlichen Pflanzen, die ja zum Teil schon ihrem „inneren Kalender“ folgend trotz der Kälte mächtig getrieben haben, gut abgedeckt sind. Darüber hinaus lassen sich im winterlichen Garten durchaus nützliche Beobachtungen anstellen – beispielsweise an einem Hochbeet. Solche Hochbeete sind in den letzten Jahren sehr beliebt geworden, unter anderem, weil sie die Gartenarbeit erleichtern, weil sie eben höher sind und sich der Hobbygärtner nicht so tief bücken muss. Das ist aber nur ein positiver Effekt neben mehreren anderen. Ein wesentlicher Nutzen von Hochbeeten besteht darin, dass in ihnen Wärme produziert wird, die gerade im frühen Frühjahr das Keimen und Wachsen von Samen und jungen Pflanzen befördert.

Dieser Wärmeeffekt im Hochbeet ließ sich dieser Tage bei der klirrenden Kälte beobachten. Denn die Erde im Hochbeet war nicht oder zumindest nicht so tief gefroren wie im übrigen Garten. Wenn Sie das in Ihrem Hochbeet beobachten konnten, können Sie dort sicherlich bald den ersten Schnittsalat und Kräuter einsäen. Denn dann stimmt der Aufbau in Ihrem Hochbeet: unten gröbere Pflanzenteile, Ästchen und Laub, darüber eine Schicht grob verrotteter Kompost, darüber gut verrotteter Kompost, eventuell mit Erde vermischt und erst dann eine dünne Schicht Anzucht- oder feine Komposterde. Bei der Zersetzung der Pflanzenteile entsteht Wärme. Und das kann man im Winter beobachten. Wenn zum Beispiel sonst überall eine dünne Schneeschicht im Garten liegt, ist das richtig aufgebaute bzw. zusammengesetzte Hochbeet frei von Schnee. Das sieht der Hobbygärtner gern!

Umgekehrt sieht es der Hausbesitzer oder Mieter nicht so gern, wenn auf den Dächern in der Nachbarschaft Schnee liegt und auf dem eigenen Dach nicht. Denn das bedeutet (wie beim Hochbeet), dass Wärme von unten hochsteigt und vom Dach nach außen abgegeben wird. Wenn Sie das in diesem Winter an Ihrem Dach beobachtet haben, sollten Sie darüber nachdenken, derartige Wärmeverluste in Zukunft zu vermeiden. Unter Umständen hilft eine gute Dämmung. Diese muss nicht einmal direkt am Dach erfolgen, sondern ist auch an der obersten Geschossdecke möglich. Sprechen Sie uns gerne darauf an oder fragen Sie die Experten vom Handwerk!

Wenn Sie also am Haus Eis und Schnee beobachtet haben, spricht das eher dafür, dass ihr Haus gut isoliert ist. Es lohnt sich aber auch, sich aufmerksam im Inneren umzusehen. Wenn Sie irgendwo dunkle Flecken entdecken, deutet dies auf Schimmelbefall hin. Schimmelsporen sind bekanntlich immer in der Luft. Aber daraus wird nicht immer Schimmel! Erst, wenn an einer Wand Feuchtigkeit in einem bestimmten Wärmebereich entsteht, gedeiht der Schimmel. Besonders häufig ist das an Fenstern der Fall. Wenn neben dem Fensterrahmen Schimmelflecken auftreten, deutet dies darauf hin, dass das Fenster nicht dicht abschließt: Kälte dringt ein, kühlt die Stelle an der Wand aus, dort setzt sich Feuchtigkeit ab, und darin entwickelt sich der Schimmel. Bei kleinerem Befall lässt sich dieser Schimmel meist abwischen und der Untergrund mit Methylalkohol behandeln, die Fensterfugen lassen sich eventuell abdichten. Bei größerem Befall empfiehlt es sich, einen Fachmann einzuschalten und gegebenenfalls über neue Fenster nachzudenken.

Dasselbe gilt für andere Stellen in Räumen, insbesondere auch an den Wärmebrücken von Türen und Rollladenkästen. Wenn hingegen in den Winkeln und Ecken an der Decke Schimmel auftritt, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie zu wenig lüften. Als es auch tagsüber unter Null Grad blieb, hat sich mancher vielleicht gescheut, gründlich zu lüften. Aber gerade dann empfiehlt sich das „Stoßlüften“, denn kalte, trockene Luft kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen transportieren.

Kurzum: Es lohnt sich mit offenen Augen durch die Welt und durch seine Wohnung zu gehen. Und wenn man selber unsicher ist, lohnt es sich immer, jemanden zu fragen, der Ursachen und Zusammenhänge erklären und vernünftige Maßnahmen empfehlen kann.


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