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26.02.2018

Energieeffizienz in der Küche am Beispiel Kochen

Deutschland steht weltweit beim Energieverbrauch an fünfter Stelle. Rund ein Viertel der Energie verbrauchen die Privathaushalte zum Heizen, Beleuchten, für Fernsehen, Computer & Co. sowie im Haushalt. In der Küche sind bereits die Wahl des Herdes und der Energieart, aber auch der richtige Umgang mit den Geräten und dem Geschirr von Bedeutung. Nach wie vor kochen viele Profiköche mit Gas. Bei modernen Erdgasherden lässt sich die Flamme sehr gut regulieren, so dass immer genau die Hitze verfügbar ist, die gerade benötigt wird. Beim Kochen mit Gas wird auch keine Energie nach dem Kochen verschwendet, denn wenn das Gas abgedreht ist, ist definitiv Schluss, ungenutzte Nachwärme wie bei Elektro-Kochplatten gibt es gar nicht!

Das Bundesumweltamt (hier und im Folgenden zitiert nach: www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/herd-kochfelder, abgerufen am 25.02.2018) fügt einen weiteren Aspekt hinzu: „Kochen mit Gas ist energieeffizienter, denn die Stromerzeugung in Großkraftwerken ist mit hohen Umwandlungsverlusten verbunden. Die Umwandlungsverluste für Gas sind nur halb so hoch wie bei Strom. Auf der anderen Seite erfordert die offene Gasflamme auch häufigeres Lüften. De facto gibt es in Deutschland kaum noch Gasanschlüsse in Küchen.“ Selbstverständlich haben Sie es in der Hand, mit Gas oder elektrisch zu kochen. Wenn Sie sich für einen Elektroherd entschließen, empfiehlt das Umweltbundesamt sparsame Geräte: „Es gibt für strombetriebene Kochfelder drei Grundtypen mit steigender Energieeffizienz: Gusseiserne Platten, Cerankochfelder (mit Infrarot-Kochzone oder Halogen-Kochzone) und Induktionskochfelder (im Grunde auch mit einem Ceranfeld). Induktionskochfelder sind die energieeffizienteste Wahl. Allerdings benötigen sie besonderes Kochgeschirr und sind in der Anschaffung sehr teuer. Der Unterschied in der Effizienz zwischen den drei Kochfeldtypen ist vor allem beim Aufheizen groß und verringert sich bei längerer Warmhaltezeit. Für Backöfen (nicht für Herdplatten) gibt es die EU-Energieverbrauchskennzeichnung, die seit Januar 2015 neu geregelt wurde.“

Darüber hinaus gibt das Umweltbundesamt ganz praktische Tipps für den Alltag: „Kochen ohne Topfdeckel ist wie Heizen bei offenem Fenster. Verschließen Sie deshalb beim Kochen Töpfe und Pfannen mit geeigneten Deckeln. Bei Elektroherden sollten ebene Töpfe und Pfannen verwendet werden, die zur Kochplattengröße passen. Erhitzen Sie nicht mehr Wasser als nötig. Kartoffeln und Gemüse müssen nicht im Wasser schwimmen. Zum Garen genügen wenige Zentimeter Wasser. Mit Schnellkochtöpfen (Dampfdrucktöpfen) sparen Sie bis zu 50 Prozent Energie und Zeit. Die höchste Garstufe bei Elektroherden brauchen Sie meist nur, um anfänglich für schnelle Hitze zu sorgen. Danach können Sie die Regler oft herunter drehen. Nutzen Sie bei modernen Elektrobacköfen die energieeffiziente Umluftfunktion. Teewasser etc. erhitzen Sie am besten mit einem Wasserkocher. Das ist energieeffizienter als mit dem Herd.

Und wenn Sie einen neuen Herd kaufen, entsorgen Sie den alten bitte vorschriftsmäßig, wie das Bundesumweltamt schreibt: „Verbraucher müssen nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz ihre alten Geräte bei kommunalen Sammelstellen abgeben. Dies ist für sie kostenlos. Manche Kommunen organisieren auch die Abholung, zum Beispiel über die Sperrmüllabfuhr. Daneben gibt es teilweise auch Rücknahmeangebote der Hersteller und des Handels. Funktionstüchtige Geräte können Sie über Gebrauchtwarenbörsen oder -häuser verkaufen, verschenken oder tauschen.“


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