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05.02.2018

Jetzt empfiehlt auch die EU Leitungswasser zu trinken

Wer die Nachrichten in den Medien verfolgt und sich dazu Gedanken macht, kann Zusammenhänge erkennen. Unter dem Titel „Europa nimmt das Wasser in die Hand“, berichtete die Saarbrücker Zeitung am 2. Februar (Seite A3) von der Antwort der EU auf das von 1,6 Millionen EU-Bürgern unterzeichnete Bürgerbegehren „Right2Water“ von 2013. „Die Bürger haben einen garantierten Zugang zu sauberem Trinkwasser gefordert. Wir haben ihre Forderung beherzigt“, zitiert die Zeitung Frans Timmermans, Vizepräsident der EU-Kommission. Es geht zum einen darum, dass Trinkwasser kein Spekulationsobjekt von Konzernen und an der Börde werden darf. Zum anderen geht es um das von den Vereinten Nationen als Grundrecht aufgenommene Recht jedes Menschen auf sauberes Wasser. Bei uns in Deutschland sind die Standards an die Förderung, Verteilung und Überwachung von Trinkwasser bereits sehr hoch. Das ist bekanntlich nicht überall auf der Welt so, auch nicht überall in Europa. „Nach Angaben der Kommission haben derzeit elf Prozent der EU-Bürger in den 28 Mitgliedstaaten gar keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser“, schreibt die Saarbrücker Zeitung.

Jetzt gebe es eine neue EU-Strategie hinsichtlich des Trinkwassers, zu der gehöre, in öffentlichen Räumen Trinkwasser einzurichten, damit vor allem ausgegrenzte und schlechter gestellte Bevölkerungsgruppen genug sauberes Wasser bekommen könnten. Wir können es uns ja eigentlich fast nicht vorstellen, dass dazu eine neue Strategie notwendig ist, weil für uns in Deutschland der Zugang zu sauberem Wasser aus der Leitung - wo immer wir sind - eine Selbstverständlichkeit ist. Ebenso selbstverständlich ist für uns die jetzt von der EU geforderte Transparenz bezüglich der Qualität des Trinkwassers. Bei uns ist Wasser ja das bestkontrollierte Lebensmittel. Aber einen Grund, sich zurückzulehnen und auf dem erreichten Niveau auszuruhen haben wir - weder jeder und jede Einzelne, noch wir als Ihr Versorgungsunternehmen - nicht. „Die Verbraucher sollen sich für den nachhaltigen Weg entscheiden können, beispielsweise Leitungswasser zu trinken“, zitiert die Saarbrücker Zeitung den EU-Kommissionsvize Jyrki Katainen.

Das ist eigentlich auch so eine Selbstverständlichkeit für uns! Wir als Versorger sind damit in der Pflicht, die nötigen Investitionen zu tätigen, damit Sie als Kunden der Stadtwerke jederzeit, also auch in Zukunft unser qualitativ hochwertiges Leitungswasser bedenkenlos trinken können. Ausdrücklich nimmt die EU-Kommission aber auch die einzelnen Bürgerinnen und Bürger in die Pflicht. Dies steht im Zusammenhang mit der zwei Wochen zuvor veröffentlichten Abfallrichtlinie. Wasser aus der Leitung statt aus Flaschen zu trinken ist nämlich nachhaltig. Für Wasser aus der Leitung brauchen keine Abfüllmaschinen eingesetzt zu werden, keine LKW zu fahren und keine Reinigungs- oder Entsorgungskosten aufgebracht zu werden. Und es wird eine Menge Müll vermieden. „Wer öfter zum Wasser aus der Leitung greift, braucht keine Einweg-Plastikflaschen. Die EU-Behörde hat ein Einsparvolumen für die Haushalte von rund 600 Millionen Euro im Jahr errechnet, plus deutlich geringere Belastung der Meere - durch den Verzicht auf Plastik“, so die Saarbrücker Zeitung. Dazu passt, was auch in den letzten Tagen und Wochen gemeldet wurde, z. B. dass sich in Speisesalz, das aus dem Meer gewonnen wird, vor allem in dem feinen „Fleur de Sel“ Mikropartikel von Plastik nachweisen lassen.


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