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11.10.2017

Guter Start in die Heizperiode!

Haben Sie den Überblick? Wie viele Elektrogeräte haben Sie in Betrieb? Blicken Sie mal zurück in Ihre Kindheit und vergleichen Sie, was damals alles ohne elektrische Haushaltshilfen gemacht wurde. Von den elektronischen Geräten, vor allem den Computern und ihren vielen Möglichkeiten und häufig langen Betriebszeiten am Tag ganz zu schweigen. Kein Wunder, dass viele meinen, die  meiste Energie würde in privaten Haushalten für Elektrogeräte verbraucht. „Das ist falsch!“, schreibt das Bundesumweltamt (UBA) in der Einleitung zu seinem „Ratgeber: Das Energie-Sparschwein. Informationen zum Wärmeschutz und zur Heizenergieeinsparung für Eigenheimbesitzer und Bauherren.“ Weiter: „Der wahre Energiefresser und damit auch der kostspieligste ist die Heizung. Der überwiegende Teil der von uns eingesetzten Energie geht in die Beheizung unserer Wohnungen und Häuser. Das verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern auch eine erhebliche Umweltbelastung. Denn mit unseren Wohnungen heizen wir zugleich das Klima auf: Privathaushalte in Deutschland setzten nach unseren Erkenntnissen ca. 191 Millionen Tonnen Kohlendioxid frei (2007; ohne Kraftstoffe). Und Kohlendioxid ist der Klimakiller Nummer 1.“Diese Broschüre stammt aus dem Jahr 2013, ist aber immer noch aktuell und über das Bundesamt erhältlich: www.umweltbundesamt.de/publikationen/ratgeber-energie-sparschwein.

Aktuell (21. September 2017) ist ein Artikel auf der UBA-Homepage, der praktische Tipps zur nun beginnenden Heizperiode enthält. (www.umweltbundesamt. de/themen/richtig-heizen). Dort wird der ältere Befund bestätigt und aktualisiert: „Rund 70 Prozent des Energieverbrauchs im Bereich Wohnen verbraucht das Heizen, der Anteil des C02-Ausstoßes für diesen Bereich liegt bei knapp 60 Prozent (Stand 2013). Neben baulichen Maßnahmen wie Wärmedämmung kann auch bewusstes Heizen und Lüften helfen, den Energieverbrauch zu senken.“

Dazu geben UBA-Experten Tipps, die wir hier teilweise wiedergeben: „Schließen Sie nachts die Rollläden – so können die Wärmeverluste durch das Fenster um rund 20 Prozent verringert werden. Geschlossene Vorhänge verstärken diesen Effekt und helfen, die Heizkosten klein zu halten. Heizkörper allerdings sollten nicht durch Vorhänge abgedeckt oder durch Möbelstücke zugestellt werden – sonst kann sich die erwärmte Luft nicht im Raum verteilen.“ Ergänzend empfehlen wir: Denken Sie dabei auch an die nicht oder wenig genutzten, aber beheizten Räume wie z. B. Flur, Gästezimmer usw.

Außerdem ist es wichtig, die richtige Raumtemperatur zu finden. Dazu schreiben die UBA-Experten: „Schon wenige Grad können im Energieverbrauch einen großen Unterschied machen. Im Wohnbereich reicht meist eine Temperatur von 20 bis 22 Grad Celsius. In der Küche sind für gewöhnlich rund 18 Grad, im Schlafzimmer 17 bis 18 Grad Celsius ausreichend. Kälter sollte es dort aber nicht werden, denn dann steigt das Schimmelrisiko. Im Badbereich darf es etwas wärmer sein, 22 Grad Celsius sind hier ideal. Nachts kann man die Heizung generell herunter drehen. In Abwägung zwischen 'Energie einsparen' und 'möglichst wenig Energie zum Wiederaufwärmen verwenden' ist es am besten, wenn die Temperatur in Wohn- und Arbeitsräumen nachts um 4 bis 5 Grad Celsius gesenkt wird. Mehr sollte es nicht sein, da sonst zu viel Energie beim Wiederaufheizen benötigt wird.“

Die weiteren Tipps in diesem Artikel betreffen die Einstellung der Temperaturregelung mit Hilfe eines Thermostatventils: „Mit modernen Thermostatventilen kann man 4 bis 8 Prozent Heizenergie sparen. Programmierbare Thermostatventile haben den Vorteil, dass sie Räume selbsttätig zu den eingegebenen Zeiten auf die gewünschte Temperatur heizen. Sie können dadurch etwa 10 Prozent Heizenergie sparen.“ Außerdem geht es um regelmäßiges und richtiges Lüften sowie die Vermeidung von Schimmelbildung – Themen also, über die wir Sie ja auf dem Laufenden halten.


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