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04.08.2017

Über Sanierungsvorteile und Sanierungsvorurteile

Gründe für die energetische Sanierung von Wohnungen und Häusern haben wir Ihnen vorige Woche genannt und uns dabei auf die Arge Solar berufen. Das kommt nicht von ungefähr. 1989 zunächst als Solarbüro gegründet, ging es bereits um die Förderung der erneuerbaren Energien, anfangs mit den Schwerpunkten Solarthermie und Photovoltaik. 1992 – vor 25 Jahren also - führte die positive Resonanz auf das Solarbüro und das Interesse zahlreicher Institutionen an einer aktiven Mitarbeit zur Vereinsgründung der Arge Solar e. V.. Mitglieder sind seitdem die saarländischen Energieversorger und fördernde Institutionen wie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, die Verbraucherzentrale, die Hochschule für Wirtschaft und Technik, die Universität des Saarlandes, das IZES gGmbH, und andere mehr. „Unsere Mitglieder, insbesondere die saarländischen Energieversorger tragen durch ihre Mitgliedsbeiträge dazu bei, dass saarländische Bürgerinnen und Bürger kostenlos und umfassend beraten werden“, wird auf der Internetseite www.argesolar-saar.de/ueberuns/index.php (aufgerufen am 31. Juli 2017) betont.

Wir als Ihre Stadtwerke sind Vereinsmitglieder. Deshalb greifen wir gerne auf die Arbeit der Arge Solar zurück. Sei es, dass wir Sie, unsere Kundinnen und Kunden, mit den Beratern der Arge Solar ins Gespräch bringen und so zu den über 2.000 Beratungen pro Jahr beitragen, sei es, dass wir die Argumente der Arge Solar weiter verbreiten. Dies tun wir hier hinsichtlich der energetischen Sanierung. Die Arge Solar fasst unter www.argesolar-saar.de/news.php id=786&cat_id=1&rubr_id=1) Vorurteile zusammen: „Eine energetische Sanierung sei unwirtschaftlich, die Dämmung führe zu Schimmel und Spechte pickten Löcher in die Fassade: Diese und weitere Meldungen zu den vermeintlichen Nachteilen einer energetischen Sanierung tauchen immer wieder auf. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) zeigt Fakten auf, um mit den häufigsten Vorurteilen zur energetischen Gebäudesanierung aufzuräumen.“

Zu Unrecht würden energetische Sanierungen generell als unwirtschaftlich eingestuft. Es sei jedoch wichtig, dass mit den Eigentümern individuell entschieden werde, was sich für welches Gebäude lohne und technisch sinnvoll sei, um die Sanierung wirtschaftlich zu gestalten. Wichtig sei auch, nicht nur eine Fassadensanierung in Betracht zu ziehen, sondern das Haus als Gesamtsystem zu betrachten. Der Energieausweis mache den Energieverbrauch oder -bedarf transparent und verschiedene Immobilien vergleichbar. So bekämen die Hauseigentümer Vorschläge zur Modernisierung, um Energie zu sparen.

Bezüglich der Furcht vor Algen auf einer sanierten Fassade wird versichert, dies sei kein typisches Phänomen für gedämmte Häuser. Zudem gebe es Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit von Algenbewuchs zu minimieren. Dem oft zu hörenden Einwand, dass sanierte Wände nicht atmen könnten, begegnen die Fachleute: „Wände atmen nie – weder mit noch ohne Dämmung. Wände sorgen auch nicht für einen Luftaustausch im Gebäude, denn das erfolgt in unsanierten Häusern in der Regel durch undichte Fenster und Türen und hat hohe Wärmeverluste über die Luft und unnötige Kosten zur Folge. Mit einem sorgfältigen Einbau von Fenstern und gut abgedichteten Bauteilen sorgt man daher für weniger Heizaufwand. Energetisches Sanieren hingegen hilft, den sogenannten Transmissionswärmeverlust – also den Wärmeverlust durch Bauteile – zu reduzieren. Zusätzlich sinkt dadurch das Schimmelrisiko, da die Wände von innen warm bleiben und sich Feuchtigkeit nicht so schnell daran niederschlagen kann. (…) „Fazit: Richtig ausgeführt senkt die energetische Sanierung das Schimmelrisiko.“


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