Sie sind hier: SWW Wadern 
Inhaltsbereich

Ernähren Sie sich nachhaltig?

Zuletzt haben wir Sie ermuntert, Ihre Essgewohnheiten zu überdenken. Heute möchten wir einmal einen Blick auf unsere Ernährung im Hinblick auf Nachhaltigkeit werfen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) veranstaltete eine Arbeitstagung darüber, im Internet nachzulesen unter www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1189. Wir fassen zusammen: Der Begriff Nachhaltigkeit, der aus der Forstwirtschaft des 17. Jahrhunderts stammt, ist inzwischen in fast allen Lebensbereichen eingeführt. Die Wissenschaft spricht von einem Drei-Säulen-Modell. Danach ist Nachhaltigkeit das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zielen. Im globalen ökologischen Zusammenhang geht es um eine gerechte Bewirtschaftung der Erde mit dem Ziel, die Lebenssituation der Menschen heute zu verbessern und gleichzeitig die Lebenschancen künftiger Generationen nicht zu gefährden. Zum Nachhaltigkeitskonzept gehört mittlerweile die Gesundheit als vierte Säule. Man spricht von "nachhaltiger Ernährung". Berücksichtigt werden Erzeugung, Verarbeitung, Verpackung, Transport und Handel, Einkauf, Zubereitung und Verzehr der Lebensmittel bis hin zur Abfallentsorgung. Denn längst ist klar, dass unsere Ernährung nicht nur Einfluss auf unsere eigene Gesundheit hat, sondern auch auf unser Klima, die Weltwirtschaft und die Zukunft des Planeten Erde. Die DGE empfiehlt: Rund dreiviertel der insgesamt verzehrten Lebensmittel sollten pflanzlich sein. Dies senke nicht nur das Risiko für "ernährungsmitbedingte" Krankheiten, sondern sei auch ökologisch nachhaltig: Pflanzliche Lebensmittel werden nämlich mit relativ geringem Energieaufwand produziert, für die Erzeugung von Fleischprodukten wird 2,5- bis 5-mal mehr Energie benötigt. Außerdem sollte man saisonale und regional erzeugte Lebensmittel bevorzugen, weil sie mit relativ geringem Energieaufwand erzeugt werden können. Verarbeitung, Transport und Lagerung von Lebensmitteln gehen mit mehr Aufwand an Ressourcen einher (z. B. Treibhausgase, Pflanzenschutzmittel, Energie, Wasser, Verpackungsmaterial). Aber bitte bedenken Sie auch: Schiffstransporte von Äpfeln verursachen ähnlich viel Treibhausgase wie die Lagerung der im vergangenen Jahr geernteten regionalen Ware in den Kühlhäusern. 
Die DGE rät außerdem, den Fleischverzehr auf bis zu 300-600 g Fleisch und Wurst pro Woche zu beschränken. Denn die Tierhaltung trage mit einem Anteil von rund 18% wesentlich zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei, bei Wiederkäuern komme das Problem der Methanproduktion hinzu. Schließlich empfiehlt die DGE rund 1,5 l pro Tag zu trinken, bevorzugt Wasser. "Trinkwasser kann als echtes regionales Produkt durchgängig empfohlen werden", schreibt die DGE. Leitungswasser braucht keine LKW-Transporte!


Rechter Inhaltsbereich