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Was billig scheint, kann teuer kommen

In Zeiten wie diesen versuchen viele von uns, möglichst wenig Strom zu verbrauchen und diesen möglichst günstig zu beziehen. Denn er ist teuer. Die Verbraucher zahlen bekanntlich nicht allein den Preis für den Strom, sondern auch in steigendem Maße Abgaben und Steuern. Das hatten wir Ihnen ja unlängst an dieser Stelle erläutert. In dieser Situation treten allerdings Billigstromanbieter mit Preisen und Konditionen, die durchaus problematisch sind, auf dem Markt auf. Jetzt meldet die "Saarbrücker Zeitung" in ihrer Ausgabe vom 27. November 2012 unter Berufung auf das "Handelsblatt", dass einer der größten deutschen Billigstromanbieter in einem aktuellen Prospekt selbst davor warnt, dass sein Geschäftsmodell scheitern könnte.

Dies ist kein Einzelfall. Die bittere Erfahrung, dass das an einen Billigstromanbieter im Voraus gezahlte Geld futsch war, nachdem dieser Insolvenz anmeldete, mussten inzwischen schon viele Verbraucher machen. Bei solchen Verträgen kauft man ein Strompaket in einer bestimmten Größenordnung und muss den Strom, den man darüber hinaus verbraucht, teuer bezahlen. Andererseits erhält man kein Geld zurück, wenn man weniger verbraucht, als man bei Vertragsschluss angab. Dies ist - von allen anderen Nachteilen mal ganz abgesehen - auch nicht gerade ökologisch sinnvoll. Und: Wer bei solchen Geschäften Vorauszahlungen für einen Zeitraum von weniger als einem Jahr leisten möchte, muss  meistens einen fetten Preisaufschlag zahlen.

Sie sehen: Das Ganze ist meist nicht so billig, wie es auf den ersten Blick scheint. Es kann sogar erheblich teurer kommen. Wer meint, vielleicht ein paar Zehner im Jahr sparen zu können, muss vielleicht später feststellen, dass er ein paar Hunderte verloren hat. Denn das größte Risiko besteht in der Insolvenz des Billigstromanbieters. Dann können zwar Rückförderungen gestellt werden. Dass der einzelne Verbraucher aber etwas aus der Insolvenzmasse erhält, ist unwahrscheinlich. Auf jeden Fall verliert er Geld, wahrscheinlich sogar alles, was er im Voraus gezahlt hat. Er muss dann auch noch den Strom, den er ja weiterhin bezieht, sogar zweimal bezahlen. Denn wir als Stadtwerke übernehmen in solchen Fällen zwar die Versorgung, damit niemand ohne Strom bleibt, aber der Bezug muss bezahlt werden.
Im "Handelsblatt" (vom 26. November 2012) wird betont: "Stromunternehmen müssen mit hohen Fixkosten kalkulieren - Umlagen, Steuern, Konzessionsabgaben und Netzentgelte summieren sich auf 19 bis 20 Cent pro Kilowattstunde." Einer der größten Stromdiscounter bietet Neukunden den Strom aber schon ab 11 Cent pro Kilowattstunde an - sofern sie per Vorkasse zahlen. Laut "Handelsblatt" steckt dieser Lieferant in der Klemme und steuert auf einen Finanzierungsengpass zu. Denn die Zahl der neuen Kunden, die Strom im Voraus bezahlen, reicht offenbar nicht aus, um die Liquidität des Unternehmens zu gewährleisten.

Wir von Ihren Stadtwerken empfehlen Ihnen: Lesen Sie das Kleingedruckte, wenn Sie Angebote vergleichen, und vermeiden Sie Risiken. Und sprechen Sie mit uns! Wir überprüfen gerne für Sie, welcher unserer Tarife für Sie am günstigsten ist.


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