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Dem Kühlschrank kann geholfen werden

Oh, wie schön sind Kaltgetränke an einem heißen Sommertag. Kostproben davon hatten wir ja bereits in diesen Tagen. Und wir dürfen auf weitere warme Tage hoffen. Oder sollte es heißen: Wir müssen mit weiterer Hitze rechnen? Ja, inzwischen kann einem mulmig werden, weil auch in unseren Landstrichen trockene, heiße Sommer die Regel zu werden scheinen. Da wird man hin und wieder auch an die Zusammenhänge der Klimaveränderung mit unserem Konsumverhalten erinnert – ob man will oder nicht. Aufmerksam mit Energie und CO2, aber nicht zuletzt auch mit Lebensmitteln umzugehen, ist längst nicht mehr Thema für Sonntagsreden, sondern sozusagen alltägliche Forderung.

Aus unserem Alltag ist der Kühlschrank nicht mehr wegzudenken. Fast 100 Prozent aller deutschen Haushalte haben einen. Nicht nur die Lebensmittel halten länger, wenn sie gekühlt werden, sondern auch die Menschen, die diese Lebensmittel essen. Neben der besseren Versorgung mit sauberem Trinkwasser und den Fortschritten in der Medizin gehört das Kühlen von Lebensmitteln zu den Faktoren, die am meisten dazu beigetragen haben, dass die Lebenserwartung der Menschen so hoch ist wie nie zuvor und auch weltweit weiter steigt. Als es noch keine Kühlschränke gab, haben sich mehr Menschen an verdorbenen Lebensmitteln vergiftet.

Insofern haben wir unseren Kühlschränken viel mehr zu verdanken als Erfrischung. Also haben sie sich, wenn man so will, ein wenig Aufmerksamkeit verdient. Ein sorgsamer Umgang mit dem Kühlschrank ist aber auch zur Vermeidung von Energie- und Lebensmittelverschwendung geboten. Selbst moderne, gut isolierte und sparsame Kühlgeräte der besten Energieeffizienzklasse müssen, wenn es heiß ist, mehr arbeiten, also mehr Strom aufnehmen als sonst. Das bedeutet für Sie: Verdunkeln Sie an Sommertagen nicht nur Ihre Wohnräume, damit die Sonne sie nicht aufheizt, sondern möglichst auch die Küche, insbesondere dann, wenn tagsüber niemand da ist. Vor allem ist es empfehlenswert, am frühen Morgen gut durchzulüften, um die Frische der Nacht ins Haus zu holen. Ansonsten gilt, was Sie bereits wissen: Keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen! Die Kühlschranktür nicht zu lange offen lassen - Übersicht und Ordnung helfen dabei! Nicht zuletzt verhindern Ordnung und Übersicht im Kühlschrank, dass Lebensmittel schlicht übersehen und vergessen und dann irgendwann ungenutzt weggeschmissen werden.

Jetzt im Sommer wird einem auch klar, warum Gefriergeräte am besten im kühlen Keller stehen. Allerdings ist es nicht sehr angenehm, für alle gekühlten Speisen und Getränke in den Keller laufen zu müssen... Ein gute Tipp ist aber der folgende: Wenn Sie Fleisch oder Fisch für den Grillabend aus der Gefriertruhe nehmen, legen Sie es am besten morgens zum Auftauen in den Kühlschrank. Abgesehen davon, dass das langsame Auftauen für die Ware vorteilhaft sein kann, lohnt es sich auf jeden Fall, die kühle Temperatur des Gefriergutes fürs Kühlen im Kühlschrank zu nutzen, statt sie einfach an die Raumtemperatur abzugeben. In der Raumluft zeigt diese Kältequelle kaum Wirkung. Was aber das Gefriergut an Kälte abgibt, braucht der Kühlschrank nicht zu erzeugen. Dann sparen Sie Strom und verursachen weniger CO2 – auch wenn dadurch allein unser Klima gewiss nicht zu retten ist.


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