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Achtsamkeit und Nachhaltigkeit bei der Ernährung

Die Begriffe Achtsamkeit und Nachhaltigkeit werden zurzeit oft verwendet. Im globalen ökologischen Zusammenhang geht es um eine gerechte Bewirtschaftung der Erde, um die Lebenssituation der Menschen heute zu verbessern und gleichzeitig die Lebenschancen künftiger Generationen nicht zu gefährden. Sie können „Nachhaltigkeit“ auch in Ihrem privaten Leben verwenden und als Regel so formulieren: Handle so, dass du Deine Existenz nicht gefährdest und für die Zukunft erhalten kannst! Für Nachhaltigkeit sowohl im größeren ökologischen als auch im individuellen Bereich ist Achtsamkeit hilfreich. Dieser Zusammenhang gilt auch für den Konsum.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) spricht von „nachhaltiger Ernährung“. Berücksichtigt werden Erzeugung, Verarbeitung, Verpackung, Transport und Handel, Einkauf, Zubereitung und Verzehr der Lebensmittel bis hin zur Abfallentsorgung. Unsere Ernährung hat Einfluss auf unsere eigene Gesundheit und Zukunft und zugleich auf das Klima und die Zukunft des Planeten Erde. Die DGE empfiehlt: Rund ¾ der insgesamt verzehrten Lebensmittel sollten pflanzlich sein. Dies senke das Risiko für „ernährungsmitbedingte“ Krankheiten und sei ökologisch nachhaltig: Pflanzliche Lebensmittel werden nämlich mit relativ geringem Energieaufwand produziert, für die Erzeugung von Fleischprodukten wird 2,5 bis 5 mal mehr Energie benötigt. Außerdem brauchen saisonale und regional erzeugte Lebensmittel einen vergleichsweise geringen Energieaufwand.

Dazu passen die zehn Ernährungsregeln, welche die DEG auf Basis aktueller Forschung formuliert hat (https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/): 1. Lebensmittelvielfalt genießen. Nutzen Sie die Lebensmittelvielfalt und essen Sie abwechslungsreich. Wählen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel. 2. Gemüse und Obst – nimm „5 am Tag“! Genießen Sie mindestens 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst am Tag, auch Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen sowie (ungesalzene) Nüsse. 3. Vollkorn wählen! Bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Mehl ist die Vollkornvariante die beste Wahl für Ihre Gesundheit. 4. Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl ergänzen. Essen Sie Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse täglich, Fisch ein- bis zweimal pro Woche, nicht mehr als 300 bis 600 g pro Woche. 5. Gesundheitsfördernde Fette nutzen. Bevorzugen Sie pflanzliche Öle wie Rapsöl. Vermeiden Sie versteckte Fette in verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst, Gebäck, Süßwaren, Fast Food und Fertigprodukten. 6. Zucker und Salz einsparen. Vermeiden Sie mit Zucker gesüßte Lebensmittel und Getränke möglichst und setzen Sie Zucker sparsam ein. Sparen Sie Salz und reduzieren Sie den Anteil salzreicher Lebensmittel. 7. Am besten Wasser trinken. Trinken Sie rund 1,5 Liter jeden Tag. Am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee. Zuckergesüßte und alkoholische Getränke sind nicht empfehlenswert. 8. Schonend zubereiten. Garen Sie Lebensmittel so lange wie nötig und so kurz wie möglich mit wenig Wasser und wenig Fett. 9. Achtsam essen und genießen. Gönnen Sie sich eine Pause für Ihre Mahlzeiten und lassen Sie sich Zeit beim Essen. Langsames, bewusstes Essen fördert den Genuss und das Sättigungsempfinden. 10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben. Vollwertige Ernährung und körperliche Aktivität gehören zusammen. Dabei ist nicht nur regelmäßiger Sport hilfreich, sondern auch ein aktiver Alltag, indem Sie z. B. öfter zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren.



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