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Was soll man mit älteren Energiesparlampen machen?

Angenommen, die beiden folgenden Bedingungen sind erfüllt: 1. Sie verhalten sich schon seit längerem umweltbewusst und vermeiden Energieverschwendung, wo immer es möglich ist. 2. Die Energiesparlampen, die vor ein paar Jahren auf den Markt kamen, haben tatsächlich so eine lange Lebensdauer, wie versprochen wurde. Dann ist 3. davon auszugehen, dass in Ihrem Haushalt noch einige Energiesparlampen im Einsatz sind.

Vor Kurzem hatten wir an das offizielle Ende der Glühbirnen vor zehn Jahren erinnert und auf Berichte verwiesen, wonach dennoch noch immer Glühbirnen erhältlich sind – vermutlich aus dubiosen Produktionen und über mehr oder weniger einwandfreie Handelswege. Fest steht aber, dass die LED-Technik die Marktführerschaft hat und unter dem Aspekt der Energieeffizienz auch das Leuchtmittel der Wahl ist. Nun stellt sich aber für Sie die Frage, was ist mit den älteren Lampen, die immer noch ihren Dienst bei Ihnen tun. Was Glühbirnen und übrigens auch Halogenlampen angeht, mögen Sie bitte selbst entscheiden, ob Sie sie sofort oder lieber nach und nach gegen LED-Lampen austauschen. Für das sofortige Wechseln spricht die Energieeinsparung im Betrieb. Andererseits muss auch für die Produktion und den Vertrieb von neuen Lampen Energie aufgewendet werden, so dass die Bilanz durchaus dafür sprechen kann, noch funktionierende Lampen weiterhin zu betreiben. Im Falle der Energiesparlampen fällt die Antwort leichter: Sie können Sie durchaus weiter in Betrieb lassen, vielleicht aber – vor allem aus Gründen des Komforts – überprüfen, wo und wie lange diese Lampen Licht verbreiten sollen. In diesem Zusammenhang erinnern wir heute an die Eigenschaften der verschiedenen Leuchtmittel und gehen auch noch einmal auf die Frage ein, inwiefern das Quecksilber in Energiesparlampen zu einem Problem werden kann.

Für Räume mit Grundbeleuchtung oder wo das Licht ganz einfach länger angeschaltet bleibt,  kommen nach wie vor auch Energiesparlampen in Frage. In der Küche, je nach Gegebenheiten auch im Bad, Schlafzimmer oder an der Garderobe spricht mehr für LED. Eine möglichst hohe Farbtemperatur sollte im Arbeitszimmer gewährleistet sein. Wie es heißt, wirken 4000 bis 6500 K anregend. Dagegen empfiehlt sich im Wohnzimmer eine warmweiße Farbtemperatur im Bereich von 2500 bis 2700 K. Die entsprechenden Angaben finden Sie auf den Lampenverpackungen.

Nach wie vor gilt: Im Normalbetrieb sind Energiesparlampen ungiftig. Aber es sollte nach Möglichkeit verhindert werden, dass die Lampe zerbricht. Im Kinderzimmer sollten eher LED-Lampen hängen. Falls nämlich durch ein Missgeschick doch einmal eine Energiesparlampe zerbricht, kann das enthaltene giftige Quecksilber entweichen. Dann sollten Sie nie den Staubsauger einsetzen. Denn dadurch könnte das Quecksilber fein in der Luft verteilt werden. Es wird empfohlen, die Lampensplitter mit einer Pappe auf ein Papier zu kehren und in einen verschließbaren Glasbehälter zu geben und diesen zu einer Sammelstelle zu bringen. Dann sollten Sie mit einem nassen Lappen den Boden wischen und diesen Lappen ebenfalls in den Behälter tun und abgeben. Schließlich sollte man einige Minuten das Zimmer gut durchlüften und währenddessen hinausgehen.

Im Laufe der Zeit wurde der Quecksilbergehalt reduziert, die jüngsten Sparlampen kommen mit weniger Quecksilber aus als die ersten. Wichtig ist aber auf jeden Fall: Ausgediente Energiesparlampen müssen möglichst unzerstört bei einem Wertstoffhof abgegeben werden. Daran hat sich mit der neuen Leuchtmittel-Generation ja nichts geändert: LED-Lampen sind ebenfalls im Wertstoffhof als Elektronikschrott zu entsorgen; denn sie enthalten Elektronikbauteile und seltene Erden fürs Recycling.


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