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Alte Ratschläge sind manchmal besser als ihr Ruf

Vertragen Sie einen kleinen Schock zum Jahresanfang? - Duschen Sie doch mal kalt! Wer das nicht gewohnt ist, reagiert tatsächlich leicht schockiert: Der Atem stockt und wird dann ganz tief, der Puls steigt, es regt sich ein Fluchtimpuls, Sie schütteln sich. Viele empfinden das unangenehm. Andere schwören drauf! Tatsächlich löst ein kalter Guss für viele schon bei der Vorstellung daran buchstäblich das kalte Grausen aus. Wer es aber gewohnt ist, sich nach der morgendlichen Dusche kalt abzubrausen, schwört darauf. Das erfrischt und macht munter wie nichts sonst, wird der sagen. Und auch Mediziner empfehlen gesunden Menschen das Wechselduschen. Erst warm, dann kalt. Das diene der so genannten Abhärtung (auch so ein Wort, bei dem einige Gänsehaut kriegen). Aber kaltes Duschen fördert offenbar die Durchblutung, die körpereigenen Abwehrkräfte und das Wohlbefinden (hinterher).

Im Ernst: Es ist einen Versuch wert! Wenn Sie das Kaltduschen öfter probiert haben, lernen Sie es vielleicht schätzen (auch wenn dies nicht für alle gelten mag). Wenn das aber so ist, tun Sie nicht nur etwas für Ihre Gesundheit, sondern auch etwas für den Klimaschutz und Ihren Geldbeutel. Den für Letztere ist es durchaus von Nachteil, wenn wir viel warmes Wasser verbrauchen. Tatsächlich setzen die privaten Haushalte einen ziemlich großen Teil ihrer Energie für die Zubereitung von warmem Wasser ein. Natürlich lässt es sich nicht ganz genau sagen, wie viel am Gesamtenergieverbrauch es ausmachen würde, wenn die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands für die Hälfte ihrer gewohnten Dusche kaltes Wasser verwenden würde. Aber eine Überlegung ist es wert!

Vielleicht erscheint Ihnen auch der folgende Tipp etwas abwegig: Wenn Sie sich mit einer Raumtemperatur von 21 Grad begnügen, statt Ihre Wohnung auf 24 Grad und mehr aufzuheizen, sparen Sie ganz erheblich Heizenergie. Was spricht denn dagegen, auch mal eine Weste oder einen Pullover in der Wohnung zu tragen; schließlich haben wir nicht immer T-Shirt-Wetter, wieso sollten wir in den eigenen vier Wänden so tun, als ob es so wäre! Wenn Sie sich über solche Tipps ärgern, dann wird Ihnen wohl auch der nächste nicht gefallen: Machen Sie das Licht aus, wenn Sie einen Raum verlassen! Denn wenn Sie das Licht in Räumen, in denen sich niemand aufhält, ausschalten, sparen Sie Strom für die Beleuchtung. Dasselbe gilt, wenn das Licht von draußen ausreicht! In solchen alltäglichen Situationen – so altbacken das vielleicht klingen mag – beginnt, was Energieeffizienz bedeutet. Denn damit sind Verhältnisse gemeint, in denen die eingesetzte Energie möglichst optimal genutzt und nicht verschwendet wird.

Wenn Sie sich in Ihren privaten Haushalt umsehen, fallen Ihnen bestimmt noch andere „angestaubt“ wirkende Ratschläge ein. Darunter sind mit Sicherheit gute Beispiele, die deutlich werden lassen, wie Energieeffizienz und Energiesparen zusammenhängen. Wer das Licht im ganzen Haus brennen lässt, obwohl er nicht da ist, Fernseher, Computer oder andere elektrische Geräte angeschaltet lässt, obwohl er sie nicht nutzt, die Fenster längere Zeit auf Kippe stellt, die Wasch- und die Geschirrspülmaschine nur halb voll laufen lässt usw. setzt eine Menge Energie ein, ohne etwas davon zu haben. Diese Energie verbraucht sich nutzlos. Das ist nicht effizient. Und dabei spart man keine Energie, sondern verschwendet sie – und gleichzeitig eine Menge Geld. Das ist so. Machen Sie sich nichts vor! Ausreden sind schnell entlarvt.


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