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Am Weihnachtsgebäck führt kein Weg vorbei

Wochenlang locken schon die süßen Sachen zu Weihnachten in den Supermärkten. Als der nicht enden wollende Sommer uns noch richtig warme Temperaturen bescherte, fiel es noch nicht allzu schwer, den leckeren Versuchungen zu widerstehen. Mancher bedauert es aber inzwischen vielleicht schon, dass er sich in diesem Jahr entgegen aller Vorsätze bereits an Lebkuchen, Spekulatius und anderem Naschwerk, das eigentlich erst der Nikolaus und das Christkind bringen sollten, gütlich getan hat. Aber allmählich fallen mit den Außentemperaturen auch die Skrupel, und wir fangen an, schwach zu werden. Denn aus den ersten Fenstern und Hausfluren, und auch schon vereinzelt an Ständen an den Straßen und auf Märkten strömen die verlockendsten Gerüche. Da wollen viele einfach nicht mehr länger warten und haben jetzt schon ein Vergnügen daran, sich mit süßen Sachen bei Tee und Glühwein die länger gewordenen Abende zu versüßen.

Außerdem hält der Trend zum Selberbacken an. Das kann ja auch damit zusammenhängen, dass man das fertige, seit Längerem im Handel befindliche Gebäck schon ein bisschen leid ist. Sicherlich sind die vielen Blogs und (meistens auch noch ansehnlich bebilderten) Rezeptseiten im Internet mit ein Grund dafür, dass wieder mehr selber gebacken wird. Daran kann man sehen, dass die in einer digitalen Welt groß gewordene Generation durchaus zu praktischen Tätigkeiten angespornt werden kann. Das Backen kann ja auch zu einem beglückenden Erlebnis für Familien mit Kindern oder zu einem spannenden „Event“ mit Freunden werden. Längst sind auch Männer so weit emanzipiert, dass sie sich ans Weihnachtsgebäck heran trauen, und zwar nicht erst, wenn es fertig auf dem Tisch steht oder – von der klugen Ehefrau in Dosen verpackt und in Schränken versteckt, aber eben doch entdeckt – genascht wird, sondern schon bei der Herstellung. Schließlich kann es eine Lust für sich sein, in den sozialen Medien Rezepte auszutauschen und zu kommentieren.

Wir möchten Ihnen keine neuen Rezepte für Weihnachtsgebäck vermitteln, sondern eher Tipps fürs Backen bzw. einen vernünftigen, energiesparenden Umgang mit dem Backofen. Denn auch in der Weihnachtsbäckerei bedeutet Energie sparen zugleich die Umwelt und den Geldbeutel schonen. Konkret kann das heißen: Verzichten Sie beim Backen auf das Vorheizen des Backofens! Für die meisten Plätzchen ist das nämlich nicht nötig. Vielleicht gehört aber ein bisschen Erfahrung dazu. Um diese zu gewinnen, müssen Sie ausprobieren, wie das Gebäck ohne Vorheizen des Ofens wird – und dabei, wie bei allem im Leben, nicht zu ängstlich und nicht zu wagemutig sein.

Beim Ausprobieren liegt es natürlich nahe, hin und wieder Nachzuschauen. Bei den modernen Backöfen geht das ja meistens durch die Glastür. Aber dennoch ist die Versuchung groß, die Ofenklappe zu öffnen. Mit jedem Öffnen geht jedoch etwa ein Fünftel der Hitze im Ofen verloren. Um dann wieder die gewünschte Temperatur aufzubauen, muss neue Energie verbraucht werden. Dadurch verfehlen Sie nicht nur das Ziel, Energie zu sparen, sondern auch die Absicht, gute Backerfahrungen zu sammeln. Denn die Backzeit verlängert sich, wenn Sie die Tür zwischendrin öffnen. Nicht zuletzt sparen Sie Energie, wenn Sie die Nachwärme im Backofen ausnützen und ihn insbesondere bei längeren Backzeiten einige Minuten früher abschalten. Die Wärme reicht meistens zum Ausbacken. In dieselbe Richtung geht die Empfehlung, mehrere Backbleche nacheinander oder sogar – je nach Möglichkeiten des Geräts - gleichzeitig in den Backofen zu schieben.


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