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Gutes für den treuen Diener: Kühlschrank

Ohne Murren und Knurren hat der Kühlschrank seine Arbeit verrichtet. Der treue Diener hat in diesem Sommer viel zu tun. Er hat auch ein wenig Sorgfalt verdient. Bei hohen Außentemperaturen leistet er mehr als sonst, nicht nur, weil wir mehr Getränke und Lebensmittel kühlen wollen. Sogar gut isolierte, sparsame Kühlgeräte der besten Energieeffizienzklasse müssen dann mehr arbeiten und also mehr Strom aufnehmen als sonst. Deswegen gilt: Verdunkeln Sie möglichst auch die Küche, vor allem wenn tagsüber niemand da ist, und lüften Sie am frühen Morgen gut durch. Ansonsten gilt: Keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen! Die Tür nicht zu lange offen lassen. Deshalb Ordnung halten!

Übersicht im Kühlschrank hilft nicht nur beim Energiesparen, sondern hat auch Einfluss auf die Haltbarkeit der Lebensmittel, und sogar unsere Gesundheit. Darüber informieren eine Vielzahl von Beiträgen im Internet. Spiegel Online (http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/kuehlschrank-so-sortieren-sie-richtig-a-1131730.html, aufgerufen am 16.08.2018) zum Beispiel warnt vor einer drohenden Lebensmittelvergiftung. Bekanntlich sollte deshalb – auch wenn es im Sommer schwer fällt – die Kühlkette möglichst nicht unterbrochen werden. Eine einfache Orientierung bietet sich bereits im Supermarkt: Was dort gekühlt ist, sollte auch schnell zu Hause gekühlt werden: vor allem Milch und Milchprodukte, Fisch, Fleisch und Wurstwaren.

Die meisten Quellen empfehlen als Kühlschranktemperatur vier bis acht Grad Celsius. Im Kühlschrank ist es nicht an allen Stellen gleich kühl. Wie überall steigt auch dort die wärmere Luft nach oben und die kältere sinkt nach unten. In die oberste Ablage gehören deshalb Produkte wie Marmelade und Soßen, in die Ablage darunter Milchprodukte wie Joghurt und Quark, dann folgen fertige Speisen und Reste vom Essen. In den unteren Bereich des Kühlschranks kommen Wurst, Fleisch und Fisch. Das untere Fach bzw. die Schublade ist für Obst und Gemüse gedacht: Aprikosen, Beeren, Kirschen und Trauben sowie Blattgemüse, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Endivien, Erbsen, Gewürzkräuter (aber kein Basilikum), Lauch, Möhren, Radieschen, Rettich, Salat, Sellerie und Spargel. Bananen, Kartoffeln, Tomaten, Gurken oder Paprika haben nichts im Kühlschrank verloren. In die Ablagen an der Kühlschranktür gehören ganz oben Eier und Butter, in die mittleren Fächer Hefe, angebrochener Senf, Meerrettich oder Tomatenmark. Unten in der Tür stehen die Getränke.

Für die Reinigung ist Ihr Kühlschrank ganz von Ihnen abhängig. Im Alltag wird öfter mal im Kühlschrank etwas verschüttet, offene Gefäße schwappen über, Milchränder, Soßen- oder Marmeladenfleckensetzen sich ab. Deshalb empfiehlt es sich, bevor es anfängt zu müffeln, also etwa alle vier Wochen, den Kühlschrank innen gründlich sauber zu machen. Alles, was sich herausnehmen lässt, Schubladen, Glasplatten und Kunststoffteile reinigt man am besten im Spülbecken. Für die Flächen im Inneren gibt es zwar Kühlschrankreiniger, aber Spülmittel oder Essigreiniger oder Essigwasser tun es auch. Scheuermilch und Scheuerschwämme kommen nicht in Frage, weil damit die Oberflächen verkratzt werden und sich dann Schmutzpartikel absetzen und Keime vermehren können. Desinfektionsmittel sind nicht nur überflüssig, sondern auch nicht unproblematisch für das Abwasser. Denken Sie an die Gummidichtung! Daran klebt leicht Schmutz, oder es bildet sich Schimmel. Wenn sich erst einmal eine klebrige Schicht festgesetzt hat, reißt der Gummi leicht ein und wird porös. Wenn das passiert, dringt warme Luft ins Innere, und der Stromverbrauch steigt. Bei freistehenden Geräten sollte außerdem der Staub am Gitter auf der Rückseite hin und wieder entfernt werden, damit der Kühlschrank die Wärme besser abgeben kann.

Jetzt im Sommer wird einem auch klar, warum Gefriergeräte am besten im kühlen Keller stehen. Allerdings ist es natürlich nicht sehr angenehm, für alle Speisen und Getränke, die im Kühlschrank gekühlt werden, jedes Mal in den Keller laufen zu müssen. Ein interessanter Tipp ist aber der folgende: Wenn Sie Fleisch oder Fisch für den Grillabend aus der Gefriertruhe nehmen, legen Sie es am besten morgens zum Auftauen in den Kühlschrank. Abgesehen davon, dass das langsame Auftauen für die Ware vorteilhaft sein kann, lohnt es sich auf jeden Fall, die kühle Temperatur des Gefriergutes fürs Kühlen im Kühlschrank zu nutzen, statt sie einfach an die Raumtemperatur abzugeben. In der Raumluft zeigt diese Kältequelle kaum Wirkung. Was aber das Gefriergut an Kälte abgibt, braucht der Kühlschrank nicht zu erzeugen. Und sie sparen Strom und verursachen weniger CO2. Sicher, damit retten wir unser Klima nicht. Aber wenn wir immer nur denken: „Das bringt doch nichts!“, wird es jedenfalls nicht besser mit dem Klimawandel.


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