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Strapazieren Sie Ihren Kühlschrank nicht zu sehr!

Bei sommerlichen Temperaturen neigen viele von uns dazu, ihren Kühlschrank mehr arbeiten zu lassen. Das muss er dann meistens ohnehin schon, denn bei heißem Wetter möchten wir mehr Kaltgetränke haben; und auch Speisen, Zitrusfrüchte, Beeren und Gemüse lagern wir lieber im Kühlschrank, damit sie nicht verderben. Mancher ist aber verleitet, des Guten zu viel zu tun, sprich: Die Kühltemperatur zu sehr abzusenken. Es gilt die Faustregel: 7° C sind für Kühlschränke als Einstellung meistens richtig, bei Gefrierschränken gilt eine Einstellung von -18° C als empfehlenswert. Aber es stimmt schon: Die Temperatur im Kühlschrank sollte man im Sommer tatsächlich etwas niedriger einstellen als im Winter – aber nicht übertreiben: Leicht unter dem mittleren Wert genügt bei der Reglereinstellung. (siehe: http://www.kuehlschrank.com/optimale-temperatur/)

Es ist wohl klar, dass der Kühlschrank bei hohen Außentemperaturen mehr Arbeit hat. Dies gilt auch für gut isolierte, sparsame Kühlgeräte der besten Energieeffizienzklasse. Für die Mehrarbeit ziehen die Geräte mehr Strom als sonst. Und somit bekommen die Tipps fürs Kühlhalten der Wohnräume neuen Sinn: Denn im Sommer sollten Sie, insbesondere, wenn alle Bewohner außer Haus sind, nicht nur Wohn- und Schlafzimmer verdunkeln, damit die Sonne sie nicht aufheizt, sondern möglichst auch die Küche. Ziehen Sie also ebenso wie im Schlafzimmer die Vorhänge zu oder lassen Sie Jalousien oder Rollläden herab. Vor allem ist es empfehlenswert, am frühen Morgen gut durchzulüften und so die Frische der Nacht ins Haus zu holen und die Luft auszutauschen. Im Übrigen gilt im Sommer dasselbe wie immer: Keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen! Die Kühlschranktür nicht zu lange offen lassen, deshalb für Übersicht und Ordnung sorgen, damit man nicht lange im Durcheinander suchen muss. Naheliegend ist es auch, Gefriergeräte im kühlen Keller aufzustellen. Allerdings ist es natürlich nicht sehr angenehm, für alle Speisen und Getränke, die dort gekühlt werden, jedes Mal in den Keller laufen zu müssen.

Ein guter, vielleicht aus Gewohnheit noch oft umgesetzter Tipp ist: Wenn Sie Fleisch oder Fisch für den Grillabend aus der Gefriertruhe nehmen, legen Sie es morgens zum Auftauen in den Kühlschrank. Abgesehen davon, dass das langsame Auftauen für die Ware aus verschiedenen Gründen (das ist hier nicht unser Thema) vorteilhaft sein kann, lohnt es sich, die kühle Temperatur des Gefriergutes im Kühlschrank zu nutzen, statt sie einfach an die Raumtemperatur abzugeben. In der Raumluft zeigt diese Kältequelle kaum Wirkung. Was aber das Gefriergut an Kälte im Kühlschrank abgibt, braucht dort nicht erzeugt zu werden. Dadurch sparen Sie Strom und verursachen weniger CO2.

Noch ein Aspekt: Vielleicht können Sie Ihrem Kühlschrank sogar Arbeit abnehmen. Denn es ist wahrscheinlich nicht klug, allzu kalte Getränke zu trinken. Dazu schreibt die Zeitschrift „Brigitte“: „Kalte Getränke können Magenbeschwerden hervorrufen. Außerdem müssen sie vom Organismus erst auf Körpertemperatur gebracht werden. Die Energie, die wir dafür einsetzen, heizt zusätzlich auf. Dagegen bringen uns warme Getränke, in kleinen Schlucken getrunken, kaum zum Schwitzen. Die leichte Verdunstungskälte, die dadurch auf der Hautoberfläche entsteht, kühlt den Körper, ohne den Kreislauf zusätzlich zu belasten. (http://www.brigitte.de/gesund/ernaehrung/gesund-bio/neun-irrtuemer-rund-ums-trinken-10094384.html, aufgerufen am 05.07.2017).


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