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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Wadernerinnen und Waderner,

wie schnell doch ein Wort Karriere machen kann. „Postfaktisch“ ist das „Wort des Jahres“ geworden, da wussten viele noch nicht einmal, was damit gemeint sein könnte. Die Erklärer ließen nicht lange auf sich warten. Postfaktisch sei unsere Gesellschaft geworden, weil sich immer mehr Menschen statt durch Tatsachen oder Fakten überzeugen zu lassen, lieber von Stimmungen mitreißen oder gern gehörten Lügen sogar überreden, schließlich von vagen Gefühlen leiten ließen – so dass die Wahrheit auf der Strecke bleiben müsse. Die Anlässe 2016, derentwegen „postfaktisch“ die Runde machen konnte, kennen Sie; wir wollen Sie hier nicht noch einmal nennen. Postfaktisch soll unsere Zeit nun also sein. Der so genannte Zeitgeist liebt die Darstellung der Dinge und Sachverhalte anscheinend gefühlvoll eingekleidet, mitunter geschönt, je nach Interesse zurecht gelegt, auf jeden Fall so, dass Gleichgesinnte zustimmen und die, die „es ja immer schon gewusst“ haben, sich gut fühlen können. Wie dem auch sei. Getreu einer gut saarländischen Redensart: Die Welt und die Menschen sind, wie sie sind, nicht wie sie sein sollen. Das ist „Fakt“.

Als Ihre Stadtwerke haben wir es natürlich in der Öffentlichkeit auch einerseits mit harten Fakten, andererseits mit falschen, missverständlichen oder fehl interpretierten Darstellungen zu tun. Letzteres übrigens keineswegs immer absichtlich. Demgegenüber bemühen wir uns um Klarheit. Denn wir sind der Überzeugung, dass es besser ist, zu sagen, wie es ist, als so zu tun, als wäre es anders. Das klingt vielleicht ein bisschen rätselhaft. Aber nehmen wir zum Beispiel den „Fakt“ Fukushima. Vor über fünf Jahren ereignete sich der Unfall in dem Atomkraftwerk in Japan. Die Bundesregierung beschloss daraufhin den schrittweisen „Atomausstieg“. Noch ein Fakt: „Im Saarland befürworten 96 Prozent der Befragten die Umstellung des Energiesystems auf erneuerbare Energien“, das schrieb die Saarbrücker Zeitung am 10./11. Dezember 2011.

Die Konsequenzen sind bekannt. Mit dem mehrfach novellierten Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG), wurde die Förderung der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien finanziell ermöglicht; wir alle bezahlen das. Über die Einzelheiten haben wir mehrfach berichtet. Wir waren dabei wirklich bemüht, Ihnen die tatsächlichen Zusammenhänge zu schildern und die Fakten nicht vorzuenthalten. Die schiere Faktizität der Stromrechnung spricht allerdings für sich, wir wissen das. Gerade deswegen bemühen wir uns um Transparenz und faire Preise. Und wir verstehen unseren Versorgungsauftrag eben nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern auch als Dienstleistung für die Bevölkerung in unserer Stadt. Deshalb bemühen wir uns kontinuierlich um Ihre Aufklärung und Information. Und wir wissen, dass Sie, werte Kundinnen und Kunden, es schätzen, professionell und kompetent versorgt und gleichzeitig als selbstdenkende Partnerinnen und Partner ernst genommen zu werden. Wir wissen, dass Ihre Treue zu Ihren Stadtwerken damit zu tun hat. Deshalb möchten wir Ihnen danken.

Apropos: Wie wäre es mit „danke“ als Wort des Jahres? Darauf ist anscheinend niemand gekommen, vielleicht besteht kein Anlass zu dieser Aufwertung eines unscheinbar gewordenen Wortes, jedenfalls wäre es mal ein gutes Zeichen. Anlass zu danken haben wir als Ihre Stadtwerke allemal: Dafür, dass wir in unserer Stadt Ihr Versorger sein dürfen, uns aufgrund Ihrer Treue wirtschaftlich stabil entwickeln konnten, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gute Arbeitsplätze geben und Gewerbesteuern zum Wohle der Gesamtheit zahlen können. Wir bedanken uns gerne auch einmal bei den – in unseren „postfaktischen“ Zeiten so oft gescholtenen - Politikern. Jedenfalls im Bereich unserer Stadt können wir auf partnerschaftliche Zusammenarbeit zählen – und das ist sehr viel Wert für uns alle.

Mit unserem Dank verbinden wir unsere Wünsche für Sie alle: Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!


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