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Advent, Advent...

Einmal ganz davon abgesehen, ob ein Kühlschrank oder eine Geschirrspülmaschine ein geeignetes Weihnachtsgeschenk ist, mag Ihnen unser letzter Artikel als im Advent unpassend erschienen sein. Da ging es um die so genannte „Obsoleszenz“, die Frage also, ob Herstellerfirmen extra dafür sorgen, dass Produkte nicht allzu lange halten. Wie berichtet, hat eine große Untersuchung im Auftrag des Bundesumweltamts diese Vermutung nicht belegt. In einer Pressemitteilung am 25. November hat das Umweltbundesamt in einer erneuten Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass Elektrogeräte heute kürzer genutzt würden als noch vor zehn Jahren. Dadurch würden mehr Ressourcen verbraucht und Abfall erzeugt. Die Politik sollte mit zwei Strategien gegensteuern, fordert unsere oberste Umweltbehörde: Produkte müssen langlebiger und Verbraucherinnen und Verbraucher zu einer längeren Nutzung motiviert werden (www.umweltbundesamt.de/themen/produkte-wieder-laenger-nutzen).

Jetzt im Advent hätten Sie wohl eher Tipps für energieeffiziente Weihnachtsgeschenke und stromsparende Weihnachtsbeleuchtung erwartet. Aber Sie wissen ja bereits, dass beim Einkauf das EU-Label nützliche Hinweise gibt und Lichterketten mit LED nicht nur am wenigsten Energie verbrauchen, sondern sich auch durch eine lange Lebensdauer auszeichnen und bei richtiger Ausführung und Anwendung sehr sicher sind. Das hängt damit zusammen, dass LEDs die elektrische Energie hauptsächlich fürs Licht verwenden und kaum Wärme entwickeln. Daher ist neben der Stromersparnis und Klimafreundlichkeit ein weiterer Vorteil, dass in geschlossenen Räumen die Gefahr von Überhitzung und Bränden auf ein Minimum reduziert wird.

Sie sollten beim Kauf aber aufmerksam die Angaben zur Leistungsaufnahme der Lichterketten prüfen und aus Sicherheitsgründen nur Produkte mit dem VDE-Prüfzeichen oder dem GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ kaufen. Mit dem CE-Zeichen bestätigen Hersteller hingegen lediglich, dass sie sich selbst verpflichtet haben, EU-Richtlinien einzuhalten. Aber: Wenn Sie die Beleuchtung als Außendekoration verwenden, sollte auf der Verpackung vermerkt sein, dass sie Feuchtigkeit verträgt, sonst kann es zu einem Kurzschluss kommen. Trafo und Kabel der Lichterketten sollten spritzwassergeschützt sein. Auf den Verpackungen stehen dann die Kürzel IP44, IP54 oder IP64 oder das Symbol „Tropfen im Dreieck“. Außerdem kaufen Sie am besten Produkte mit einer deutschen Bedienungsanleitung und möglichst mit Herstellernennung.

Oder Sie haben vor Weihnachten von uns Energiespartipps für die Weihnachtsbäckerei erwartet. Wenn Sie dem aktuellen Trend folgen und wieder mehr selber backen, dann achten Sie sicherlich auf einen energiesparenden Umgang mit dem Backofen. Denn beim Backen der Leckereien kann man getrost auf das Vorheizen des Backofens verzichten, zumindest bei den meisten Plätzchen. Es lohnt sich jedenfalls selbst auszuprobieren und aufmerksam zu sein. Das geht bei modernen Backöfen durch die Glastür. Wenn die Versuchung die Ofenklappe zu öffnen auch noch so groß ist, lassen Sie es lieber! Mit jedem Öffnen geht nämlich etwa ein Fünftel der Hitze im Ofen verloren, zum Ausgleich wird erneut Energie verbraucht, und die Backzeit verlängert sich. Und wir erinnern daran, dass Sie Energie sparen können, wenn Sie die Nachwärme im Backofen ausnützen und ihn insbesondere bei längeren Backzeiten einige Minuten früher abschalten. Die Wärme reicht meistens zum Ausbacken. In dieselbe Richtung geht die Empfehlung, mehrere Backbleche nacheinander oder sogar – je nach Möglichkeiten des Geräts - gleichzeitig in den Backofen zu schieben.

Aber bitte denken Sie in der Adventszeit auch nicht immer ans Energiesparen...


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