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Tiefe Temperaturen mahnen zur Vorsicht

Dieser Herbst hat uns sonnige Tage beschert, aber auch schon Minus-Grade. Die Natur trifft selber Vorsorge. Wo sie es nicht kann, helfen wir, indem wir Pflanzen entweder ins Winterquartier bringen oder abdecken, um sie vor Kälte zu schützen. Denn Gartenfreunde wissen, wie deprimierend es sein kann, wenn Pflanzen, an denen sie sich lange Zeit erfreuten, erfroren sind. Deshalb ergreifen sie vor den strengen Frösten die Initiative. Ebenso vorsichtig sollten Hausbesitzer sein, und zwar nicht nur um schlechte Gefühle, sondern auch um unnötige Kosten zu vermeiden. Hausbesitzer müssen nämlich auf eigene Kosten Schäden beheben, die der Frost bei ihnen an Leitungen und an der Wasseruhr und gegebenenfalls an der Trinkwasserversorgung verursacht hat.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, aufmerksam zu überprüfen, ob Leitungen bei Ihnen möglicherweise Frost ausgesetzt sein können - insbesondere in unbewohnten Kellerräumen und Garagen sowie Leitungen in noch unfertigen Baustellen. Wenn Sie die folgenden einfachen Tipps beherzigen, sind sie auf der sicheren Seite:

• Halten Sie Fenster und Türen geschlossen!

• Isolieren Sie Wasserleitungen und die Wasseruhr, wenn Einfrieren nicht ausgeschlossen werden kann!

• Drehen Sie das Ventil vor der Wasseruhr zu, wenn in einem Gebäude kein Wasser benötigt wird, und lassen Sie die Leitungen leer laufen!

• Als Vorsorgemaßnahme ist der Einbau so genannter Kältewächter mit Thermostat ratsam, wenn absehbar ist, dass Leitungen und Wasseruhr besonders tiefen Temperaturen ausgesetzt sein können.

• Wenn die Wasserleitung doch einmal zugefroren ist, sollte sie nicht mit offener Flamme aufgetaut werden. Besser ist der Einsatz eines Heizgerätes oder Föns unter ständiger Beobachtung.

• Verständigen Sie sofort die Stadtwerke, falls Frostschäden an einer Wasserleitung oder Wasseruhr entstanden sind!

Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia schreibt in einem eigenen Artikel "Frostschutz", dass Leitungen im Freien, die nicht mindestens 50 cm tief in der Erde liegen, vor dem Einfrieren geschützt werden müssen. Wasserleitungen, die kein Trinkwasser führen, könne man durch rechtzeitiges Abtrennen und Entleeren vor dem Frost schützen. Wichtig sei, dass Nicht-Trinkwasserleitungen durch eine Sicherungseinrichtung nach DIN EN 1717 von Trinkwasser führenden Leitungen getrennt sein müssten. Ein Absperren von Leitungen zu und in zeitweise nicht genutzten und nicht beheizten Gebäuden, wie Ferienhäusern, sei hingegen nicht ratsam, weil das in den Leitungen stagnierende Wasser zu einer Verkeimung der gesamten Trinkwasser-Installation führen könne.

Unter Umständen müssen Leitungen von der Trinkwasser-Installation durch eine Sicherungseinrichtung nach DIN EN 1717 getrennt und als Nicht-Trinkwasserleitungen gekennzeichnet werden. Dies betrifft Zuleitungen wie Garagen- und Gartenanschlüsse. Genau geregelt ist dies in der Richtlinie VDI 2069. Die Richtlinie VDI/DVGW 6023 verlangt auf Basis vorliegender Erfahrungen, dass in Trinkwasserleitungen spätestens alle 72 Stunden ein vollständiger Wasseraustausch stattfindet. Bei einer bestimmungsgemäß betriebenen Trinkwasser-Installation darf daher ein Einfrieren nicht auftreten – schon gar nicht unbemerkt.

Fragen Sie uns, wenn Sie unsicher sind!


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