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Das Umweltbundesamt erregt Anstoß – auch für Sie?

Das Umweltbundesamt hat unlängst mit seiner Forderung nach Tempo 30 in allen Städten für Schlagzeilen gesorgt. Offenbar hat es ein sensibles Thema angesprochen. Nicht immer finden Vorschläge oder Ideen des Bundesumweltamtes eine solche Resonanz. Und wer weiß schon, was und wer sich überhaupt unter der Bezeichnung Umweltbundesamt verbergen!

Das Umweltbundesamt (UBA) wird gelegentlich „die größte und mächtigste Umweltbehörde Europas“ genannt. Es ist die zentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Gegründet wurde es 1974, Hauptsitz in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt). Die aktuelle Behördenleiterin Maria Krautzberger ist Chefin von 1.500 Bediensteten. Zu den Aufgaben des Amtes gehören die wissenschaftliche Unterstützung der Bundesregierung, der Vollzug von Umweltgesetzen (z. B. Emissionsrechtehandel, Zulassung von Chemikalien, Arznei- und Pflanzenschutzmitteln) und die Information der Öffentlichkeit zum Umweltschutz. (Siehe wikipedia.org/wiki/Umweltbundesamt).

Die Website des UBA unter www.umweltbundesamt.de enthält eine Menge Informationen zu den verschiedensten Umweltthemen und ihren rechtlichen Hintergründen, stets auch aktuelle Beiträge wie: „Mehrheit der Deutschen will nicht mehr so stark aufs Auto angewiesen sein“ (https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/mehrheit-der-deutschen-will-nicht-mehr-so-stark , aufgerufen am 19.04.2017). Darin geht es um eine Umweltbewusstseinsstudie des Bundesumweltministeriums (BMUB) und des Umweltbundesamtes (UBA). Laut der repräsentativen Umfrage sagen 91 Prozent, dass das Leben besser werde, wenn man nicht mehr auf ein Auto angewiesen sei.

Die besagte Studie ist ganz frisch, im April 2017 erschienen und umfasst insgesamt 88 Seiten. Sie kann auf der Website des UBA heruntergeladen werden. Ob alles, was darin steht, für Sie interessant ist, sei dahin gestellt. Aber Sie können damit vielleicht Ihren eigenen Standort ermitteln. Würden Sie beispielsweise zu den oben genannten 91 Prozent gehören? In dem Einführungstext heißt es, die Studie beweise, dass die Idee der Nachhaltigkeit in der Mitte der Bevölkerung angekommen sei und Umweltschutz als Teil der Lösung für große ökonomische und soziale Herausforderungen betrachtet werde. Während andere Themen an Brisanz gewonnen hätten, blieben Umwelt- und Klimaschutz stabil im Mittelfeld der Problemwahrnehmung in der Bevölkerung. Diese nehme die langfristige Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen, z. B. durch Plastikmüll in den Weltmeeren oder die Abholzung von Wäldern, sehr ernst. Den Klimaschutz sähen viele als große Herausforderung und hielten das Ziel der Treibhausgasneutralität für sehr wichtig. Deshalb fänden staatliche Klimaschutzmaßnahmen hohe Zustimmung.

Fest gestellt wird aber auch: „Gleichzeitig ist die Bevölkerung skeptisch, ob die Probleme, die aus dem Klimawandel resultieren, bewältigt werden können. Die Befragten sind mehrheitlich der Meinung, dass bisher zu wenig für umwelt- und klimapolitische Zielsetzungen getan wird. Von sich selbst sagen die Menschen, dass sie bereit sind auf umweltschonende Alternativen umzusteigen – z.B. im Bereich der Automobilität.“ Wie gesagt: Wo stehen Sie?


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