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Am 22. März ist Weltwassertag - Motto: „Abwasser“

Wie haben Sie denn den 8. März erlebt? Da war der Weltfrauentag, um darauf aufmerksam zu machen, dass Frauen weltweit mehr Wertschätzung verdienen. Am 21. März ermuntert der Welttag der Poesie zum Lesen. Am 22. März ist der Weltwassertag. Die UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro hat dieses Datum festgelegt; seit 1993 gibt es jedes Jahr ein anderes Thema. Vielleicht hätten Sie es gar nicht bemerkt, wenn wir Sie nicht darauf aufmerksam machen würden. Die Beispiele zeigen das auch: Bei diesen Welttagen geht es um Aufmerksamkeit oder (wie man heute gerne sagt:) Achtsamkeit. Die UNESCO formuliert es so: „Die internationalen Gedenktage, -jahre oder -jahrzehnte werden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen auf Vorschlag der Mitgliedstaaten beschlossen. Sie sollen an Leistungen der Völkergemeinschaft in der Vergangenheit erinnern, Anlass zur Reflexion über weltweite Probleme geben, die Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Zukunftsthema lenken und möglichst viele Menschen zu mehr Engagement motivieren.“ (www.unesco.de).

Fühlen Sie sich angesprochen? - Vielleicht kann das diesjährige Thema Ihr Interesse steigern: „Wastewater – Abwasser“. Oder nehmen wir dieses Thema inzwischen nur noch wahr, wenn immer wieder hohe Summen für die Abwasserkanäle und Kläranlagen aufgebracht werden müssen? - Das Motto steht indessen im Zusammenhang mit der im Herbst 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2020 für Nachhaltige Entwicklung. Darin wird unter anderem die Halbierung des Anteils unbehandelten Abwassers sowie eine beträchtliche Steigerung der Wiederaufbereitung und gefahrlosen Wiederverwendung weltweit gefordert. Das Bundesumweltministerium schreibt dazu: „Abwasser soll also nicht einfach „entsorgt“, sondern als Ressource wahrgenommen und genutzt werden. Neben der Nutzung des aufbereiteten Abwassers als Ersatz für Frischwasser, etwa bei der landwirtschaftlichen Bewässerung oder in industriellen Prozessen, gewinnt auch die Rückgewinnung und Wiederverwendung von Inhaltsstoffen des Abwassers (z. B. Nährstoffe zur Herstellung von Dünger) sowie seines Energiegehalts an Bedeutung.“ (http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/binnengewaesser/gewaesserschutzpolitik/international/weltwassertag/ , aufgerufen am 9. März 2017).

Weiter heißt es dort: „Ziel des Weltwassertags ist es, insbesondere die breite Öffentlichkeit auf diese globalen Zielsetzungen und ihre lokale Bedeutung hinzuweisen.“ Vielleicht denken Sie nun: Was hat das mit mir zu tun? Oder: Wir haben doch genug gutes Wasser! Natürlich muss jeder für sich entscheiden, wie wichtig ihm der sorgsame Umgang mit Trinkwasser und mit Abwasser ist, er sollte aber auch an die Allgemeinheit denken. Wir haben Ihnen ja schon mehrfach mitgeteilt, dass Speisereste, vor allem Öle, nicht ins Abwasser gehören und dass Sie alte Medikamente nicht durchs WC entsorgen dürfen, sondern nur mit dem Restmüll. Wenn Sie danach handeln, folgen Sie im Ihrem privaten Bereich bereits dem Motto des Weltwassertages 2017.

In unserer modernen Welt sind die Zusammenhänge allerdings komplexer, so dass es auch ihr Einkauf im Supermarkt durchaus etwas mit dem Weltwassertag zu tun haben kann. Gerade bei der Produktion von Nahrungsmitteln wird viel mehr Wasser eingesetzt, als uns bewusst ist, weil wir das dem Produkt ja gar nicht ansehen. Weltweit steigt durch Bevölkerungswachstum, wirtschaftliches Wachstum und die Verstädterung in vielen Teilen der Erde der Bedarf an sauberem Wasser und zugleich auch die Menge an Abwasser. Somit kommt es zu einer fortschreitenden Ausbeutung von Wasserressourcen und Schädigung von Ökosystemen durch Übernutzung und Verschmutzung.


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