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Der Winter wartet nicht: Lassen Sie jetzt die Heizung warten!

Bitte verzeihen Sie das alberne Wortspiel. Aber jetzt vor der Heizperiode ist der richtige Zeitpunkt, Ihre Heizungsanlage warten zu lassen. Wenn man auf die Heizung angewiesen ist, und es stimmt etwas nicht damit, ist es oft nicht leicht, sofort für Abhilfe zu schaffen. Das liegt unter Umständen daran, dass viele zu lange mit dem Warten gewartet haben (schon wieder dieses Wortspiel) und dann, wenn es kalt wird, die Handwerker vom Fach viel zu tun haben. Aber mitunter findet sich ein Fehler unter Zeitdruck auch nicht so leicht. Deshalb ist es besser, Wartungsarbeiten beizeiten durchzuführen. Bekanntlich funktioniert eine schlecht eingestellte oder im Laufe der Zeit verschmutzte oder schadhaft gewordene Heizungsanlage nicht richtig.

Zu einer professionellen Heizungswartung gehören: Einstellen der Vorlauf- und Kesseltemperatur, auch bei neuen Anlagen; Funktionsprüfung der Regelung und Sicherheitseinrichtungen; Kessel-, Brenner- und Heizkörper-Reinigung, Entlüften der Heizkörper und Auffüllen mit Wasser sowie Abgasmessung und Erneuerung von Verschleißteilen. Die Kosten für solche Wartungsarbeiten sind überschaubar und rechnen sich wegen der Einsparung von Brennstoff. Schließlich kann eine Heizung aufgrund falscher Einstellungen erheblich mehr Strom verbrauchen. In diesem Sinne gilt: „Ein moderner, wirtschaftlicher Brennkessel allein macht noch keine gute Energiebilanz der Heizungsanlage. Die jährliche Heizungs-Wartung spart ebenfalls: bis zu 10 % Energie immerhin, das können jährlich ein paar hundert Euro sein. Entscheiden Sie beim Wartungsvertrag für die Heizung nicht nach Kosten, sondern nach Vertrauen. Die fachgerechte Durchführung durch geprüfte Fachleute ist wichtig. Die Kosten einer Heizungswartung liegen bei 90-150 €.“ So steht es zu lesen auf der Internetseite www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/bauen-und-modernisieren/modernisierung-haus/heizung-modernisieren (abgerufen am 04.09.2016)
Übrigens: Sie sollten sich auf der Rechnung die Lohnkosten extra ausweisen lassen, denn als Hausbesitzer können Sie pro Jahr 20 Prozent, maximal bis zu 1.200 Euro Handwerkerkosten von der Steuer absetzen. Von Ihrem Heizungsbauer erhalten Sie einen übersichtlichen Inspektionsbericht mit Optimierungs-Empfehlungen (siehe: www.energiesparen-im-haushalt.de ).

Wenn die Wartung durchgeführt wird, fragen Sie Ihren Heizungsbauer am besten auch nach der Umwälzpumpe. Diese transportiert das heiße Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern. Die vom Bundesumweltministerium geförderte „Stromsparinitiative“ weist darauf hin, dass in mehr als 80 Prozent der Anlagen veraltete oder überdimensionierte Pumpen eingesetzt sind, die zu viel Strom verbrauchen. Dazu heißt es im Internet auf www.die-stromsparinitiative.de/stromspar-tipps/die-wirksamsten-stromspar-tipps/bild/3/index.html : „Ungeregelte Pumpen arbeiten unabhängig vom Bedarf weiter - selbst bei geschlossenen Thermostatventilen an den Heizkörpern oder gar außerhalb der Heizperiode. Hauseigentümer sollten nicht bis zum Defekt der alten Pumpe oder der Modernisierung der Heizanlage warten, sondern die Pumpe sobald wie möglich gegen eine moderne Hocheffizienzpumpe austauschen. In einem 2-Personen-Einfamilienhaus kann man so den Betriebsstrom für die Heizungspumpe um etwa 460 Kilowattstunden pro Jahr verringern.“ Es kann also durchaus sinnvoll sein, solche Pumpen zu tauschen, obwohl sie scheinbar einwandfrei funktionieren - aber leider zu viel Strom fressen.


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