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Welche Lampen brennen bei Ihnen?

Sind es etwa noch – mit nostalgischen Gefühlen – die alten Glühbirnen? Diese wurden ja nach und nach im Zuge der Bemühungen um den Klimaschutz auf europäischer Ebene vom Markt genommen. Aber der Markt hat sich weiter bewegt. Zunächst waren die Energiesparlampen der Ersatz für die Glühbirnen. Mehr und mehr haben sich inzwischen jedoch LED-Leuchten durchgesetzt. Sicherlich leisten auch Energiesparlampen noch immer gute Dienste in vielen Haushalten, schließlich haben sie eine hohe Lebensdauer. Über diese Lampen ist immer wieder ist zu lesen und zu hören, dass besondere Vorsicht geboten sei. Im Normalbetrieb sind Energiesparlampen ungiftig. Falls so eine Lampe jedoch zerbricht, kann das enthaltene giftige Quecksilber entweichen. Dann sollten Sie nie den Staubsauger einsetzen. Denn dadurch könnte das Quecksilber fein in der Luft verteilt werden. Es wird empfohlen, die Lampensplitter mit einer Pappe auf ein Papier zu kehren, dann in einen verschließbaren Glasbehälter zu geben und diesen zu einer Sammelstelle zu bringen. Dann sollten Sie mit einem nassen Lappen den Boden wischen und diesen Lappen ebenfalls in den Behälter tun und abgeben. Schließlich sollte man einige Minuten das Zimmer gut durchlüften und währenddessen hinausgehen.

Inzwischen wurde der Quecksilbergehalt reduziert oder das Quecksilber in Amalgam gebunden. Die enthaltene Menge muss übrigens seit September 2010 auf der Verpackung angegeben werden. Der Grenzwert für Quecksilber pro Lampe liegt seit 2013 bei 2,5 mg. Ein aufschlussreicher Artikel vom 21. September 2016 findet sich in der Online-Ausgabe des Magazins „Stern“ unter www.stern.de/gesundheit/energiesparlampe-giftig-quecksilber-7067758.html). Da werden einschlägige Fragen zu diesem Thema behandelt. So ist zu erfahren, dass Energiesparlampen Quecksilber enthalten müssten, um zu leuchten. Auf die Frage, wie oft sie eigentlich kaputt gingen, lautet die Antwort: „Statistiken darüber gibt es nicht. Umweltschützer gehen aber davon aus, dass die Energiesparlampen nur sehr selten zerbrechen.“ Wer dennoch seine Energiesparlampen austauschen bzw. entsorgen möchte, wird gewarnt, sie nicht in den Hausmüll zu tun. „Man kann sie bei einer Sammelstelle in einem Geschäft abgeben. Die findet man zum Beispiel in Drogeriemärkten oder größeren Elektrofachmärkten. Wichtig ist, dass diese Sammelbehälter so gestaltet sind, dass die Lampe nicht zerbricht, wenn man sie in den Behälter wirft. Denn sonst würde sich das Quecksilber im Laden ausbreiten.“

Aus lauter Furcht vor Quecksilber noch funktionierende Energiesparlampen zu entsorgen, wäre jedoch nicht besonders klug. „Experten geben jedoch Entwarnung und die sichere Entsorgung ist auch kein allzu großes Problem“, heißt es bei der vom Umweltministerium geförderten Beratungsgesellschaft co2online“ (http://www.co2online.de/energie-sparen/strom-sparen/energiesparlampen-leds/energiesparlampen-oder-led/). Dort wird aber auch ein Blick auf die Ökobilanz der Energiesparlampe im Vergleich zu LED geworfen. „Wie beim Preis ist auch bei der Umweltfreundlichkeit die Haltbarkeit entscheidend. Betrachtet man nur die Produktion, schneiden LEDs schlechter als Energiesparlampen ab. Denn der Materialaufwand ist bei der LED größer und es werden außerdem viele seltene Metalle benötigt. Der geringere Stromverbrauch und die Langlebigkeit machen diesen Nachteil gegenüber der Energiesparlampe aber wieder mehr als wett.“


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