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Die Ressourcen werden schneller knapp

Was haben wir Ihnen nicht schon alles von Nachhaltigkeit, von Klimaschutzzielen, von Energieeffizienz, Stromsparen usw. berichtet! Und wie viele Tipps haben wir Ihnen gegeben, wie Sie in Ihrem Alltag etwas tun können, um Strom und Geld zu sparen und zugleich die Umwelt zu schonen. Und – das ist das Entscheidende: Wie viel energiesparendes und umweltschonendes Verhalten haben Sie sich längst zur Gewohnheit gemacht! Und dann? Dann mussten wir dieser Tage die Meldung vom „Erdüberlastungstag“ oder „Welterschöpfungstag“ oder „Ökoschuldentag“ vernehmen!

Es ist verständlich, wenn Sie sich darüber geärgert haben oder skeptisch wegen der Richtigkeit sind, weil Sie doch in Ihrem Bereich schon so viel für die Nachhaltigkeit auf unserem Planeten tun. Vielleicht haben sie aber auch gestutzt, weil der „Erdüberlastungstag“ immer früher im Jahr ist. Die Internetenzyklopädie Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Earth_Overshoot_Day, abgerufen am 11.08.16) zeigt eine Tabelle. Danach war dieser Tag 1987 erst am 19. Dezember, 2000 am 1. November, 2008 am 23. September, 2012 am 22. August, 2015 am 13. August und 2016 am 8. August. Bei aller Kritik an der Ermittlung des Datums (ob berechtigt oder unberechtigt sei mal dahin gestellt), ist doch ein deutlicher Trend zu erkennen. Der lautet: Trotz aller oben genannten Bemühungen verbraucht die Menschheit mehr Ressourcen Ihres Heimatplaneten, als dieser wieder bereitstellen kann. Beim Geld würde man von Überziehungskredit reden. Kurz: Seit dem 8. August leben wir auf Pump.

Wikipedia erklärt, dieser „Earth Overshoot Day“ sei eine Kampagne der Organisation Global Footprint Network. Es handele sich um „eine vage Annahme unter Berücksichtigung zeitlicher und ressourcenabhängiger Trends“. „Das jeweilige Datum des Jahres wird berechnet, indem man den globalen ökologischen Fußabdruck (die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen innerhalb dieses Jahres) zur gesamten globalen Biokapazität (die Anzahl global generierter natürlichen Ressourcen innerhalb dieses Jahres) in ein rechnerisches Verhältnis setzt. Das Ziel der entsprechenden Kampagne ist es, die Grenzen der natürlichen Ressourcen ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.“

Deutschlandradio Kultur (http://dradiowissen.de/nachrichten/erdueberlastungstag-seit-heute-leben-wir-oekologisch-auf-pump, abgerufen am 11.08.16) beruft sich auf den WWF (World Wide Fund For Nature): „Laut WWF leben die Menschen für den Rest des Jahres von den Reserven des Planeten. (…) Grundlage für die Rechnung ist zum Beispiel der Ausstoß von Kohlendioxid, wie viel Wälder gerodet werden und nachwachsen können oder der Bestand an Fischen in den Meeren. Die Folgen sind, dass immer mehr Tier- und Pflanzenarten aussterben und der Klimawandel voranschreitet. (…) Vor allem die Bewohner von Industrienationen benötigen für ihren Lebensstil vergleichsweise viele natürliche Ressourcen. Jeder Mensch in Deutschland etwa verbraucht mehr als doppelt so viele Ressourcen wie ihm jährlich zustünden.“

In der ausführlicheren Pressemitteilung des WWF vom 5. August steht: „Lebt die Menschheit unverändert weiter wie bisher, benötigen wir bis zum Jahr 2030 zwei Planeten, um unseren Bedarf an Nahrung und nachwachsenden Rohstoffen zu decken. Bis zum Jahr 2050 wären es knapp drei. 1961, dem Gründungsjahr des WWF, benötigte die Menschheit hingegen nur zwei Drittel der weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen (www.wwf.de/2016/august/globalerkontostand-im-minus, abgerufen am 11.08.2016).


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