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Es gibt immer noch Energiesparpotenzial

Können Sie sich vorstellen, dass Sven Plöger beim Wetterbericht Energiespartipps gibt? Wohl eher nicht. In Frankreich ist das anders. Dort heizen sehr viele Haushalte mit elektrischem Strom. Und als es jetzt sehr kalt war, wurden im Fernsehen mit der Vorhersage des frostigen Wetters gleich auch noch Ratschläge erteilt, wie Strom gespart werden kann, um Engpässe in der Stromversorgung zu vermeiden oder zumindest abzumildern. Da bekam die staunende französische Öffentlichkeit mit dem Wetterbericht zum Beispiel auch den guten, uralten Rat: Licht ausmachen, wenn keiner im Raum ist! Nun ist bekanntlich in Frankreich vieles anders, von der Stromerzeugung bis zur -nutzung. Dass wollen wir hier gar nicht näher erörtern. Aber offensichtlich sind in Frankreich die Verantwortlichen davon überzeugt, dass es in den privaten Haushalten noch eine Menge Energiesparpotenzial gibt.

Das könnte auch für Deutschland zutreffen. Oft sind es ja die alten Tipps, die immer noch nützlich sind. Denn manche Stromsparempfehlung ist uns bereits derart in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir uns darüber gar keine Gedanken mehr machen. Dies birgt die Gefahr, dass wir nachlässiger werden. Zu solchen Tipps gehören neben dem Lichtausschalten auch: Nicht unnötig viel warmes Wasser laufen lassen, Fenster nicht auf Kippe stellen, Waschmaschine und Geschirrspüler immer gut befüllen usw. Sie werden sich wundern, wie viel Energie mit solchen einfachen tagtäglichen Verhaltensweisen gespart werden kann. Wenn dazu noch die nötige Achtsamkeit beim Gerätekauf und bei der Gerätenutzung kommen oder auch noch eine energetische Sanierung der Wohnung bzw. des Hauses, dann kann nach wie vor noch eine große Menge von Energie eingespart werden. Gleichwohl kann auch festgestellt werden, dass die meisten von uns inzwischen mit Fug und Recht als „energiebewusst“ bezeichnet werden können.

Die im Jahr 2000 auf Inititiative der damaligen Bundesregierung gegründete Deutsche Energieagentur GmbH, kurz: „dena“, deren Geschäftsfelder Energieeffizienz, Erneuerbaren Energien und intelligente Energiesysteme sind, hat auf ihrer Internetseite (www.dena.de/themen-projekte/energieeffizienz/private-haushalte, aufgerufen am 20.01.2016) einen aktuellen Artikel überschrieben: „Mehr Komfort mit weniger Kilowatt“.

Ausgangspunkt ist der Befund: „In den 41 Millionen Haushalten werden rund zwei Drittel des Energieverbrauchs aufgewendet, um die Räume zu beheizen, ein weiteres Drittel für die Erzeugung von Warmwasser und den Betrieb der Haushaltsgeräte. Zwar ist in Deutschland der durchschnittliche Endenergieverbrauch eines Haushalts in den letzten Jahren gesunken. Trotzdem ist noch viel zu tun: Die Mehrzahl der Bestandsgebäude kann nicht mit aktuellen Energiestandards mithalten und benötigt häufig bis zu fünf Mal mehr Energie für Heizung und Warmwasser als ein modernes Effizienzhaus.“ Interessant ist aber auch der Zusammenhang mit Veränderungen in unserer Gesellschaft bzw. dem Wandel der Lebensformen: Mit der Zahl der Single- und Kleinhaushalte (rund drei Viertel der Deutschen leben allein oder zu zweit) steigt die Zahl der Wohnungen, in denen geheizt wird. Außerdem sind dadurch insgesamt mehr Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Trockner im Einsatz, von Geräten der Unterhaltungselektronik, wie Fernseher oder Musikanlagen sowie Computern und den vielen Arbeitszimmern und privaten Büros ganz zu schweigen.

Der dena-Artikel stellt fest: „Durch energieeffiziente Technologien und deren bewusste Anwendung im Alltag lässt sich der Energieverbrauch wirtschaftlich und ohne Einbußen bei der Lebensqualität reduzieren. Ganz im Gegenteil: Durch Sanierungsmaßnahmen erhöht sich der Wohnkomfort sogar, bei Energieeinsparungen bis zu 80 Prozent. Beim Strom ließen sich rund ein Drittel bzw. 40 Terawattstunden, so die aktuellen Berechnungen, zuhause noch einsparen. Das entspricht dem Jahresbedarf von zehn Millionen Vier-Personen-Haushalten.“


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