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Höherer Stromverbrauch durch die Fußball-EM?

Nun ist die Fußball-Europameisterschaft zu Ende. Keine Angst, wir wollen Ihnen hier nicht  noch eine „Expertenmeinung“ unterjubeln. Wir überlegen einmal, ob durch die hohen Einschaltquoten auch mehr Strom verbraucht wurde. Zahlen dazu haben wir nicht. Also: Wenn so viele Leute Fußball geguckt haben, liefen dann auch mehr Fernseher? Wenn man an die Kneipen denkt, die für ihre Gäste und zufällige Passanten Bildschirme aufgestellt haben, die sonst nicht laufen, kann man sich schon denken, dass mehr Strom verbraucht wurde. Und hier und da wurde sicherlich auch ein Beamer eingesetzt, um das Fußballgeschehen im großen Format verfolgen zu können. Vielleicht haben auch Fernsehmuffel jetzt ihren Fernseher eingeschaltet; deren Anteil dürfte jedoch eher gering sein.

Eher wahrscheinlich ist, dass sich die Einschaltdauer des Fernsehgerätes in den meisten Haushalten kaum verändert hat. Das „Pantoffelkino“ läuft doch in den meisten Familien jeden Abend. Ja, es soll sogar Haushalte geben, da wird der Fernseher gar nicht mehr abgeschaltet, ob jemand guckt oder nicht. Was man vor einigen Jahren im Urlaub im Ausland, vor allem in südlichen Ländern, noch überraschend fand, dass nämlich in Kneipen und Restaurants Fernseher (oft ohne Ton) selbstverständlich liefen, ist heute auch bei uns und sogar im privaten Bereich nicht mehr ungewöhnlich.

Und daran, dass es mal einen Sendeschluss gab, erinnern sich inzwischen nur noch die Älteren von uns. Wer will, kann rund um die Uhr Fernsehen gucken oder eben nicht gucken, den Bildschirm aber eingeschaltet lassen. Dieses Verhalten ist sicherlich keine effiziente Energienutzung. Andererseits gibt es heute durchaus Geräte, die energieeffizient sind. Hier ist wieder an den Rebound-Effekt zu erinnern, den wir neulich beschrieben haben. Zu denken, der Fernseher könne ruhig auch laufen, wenn keiner guckt, weil er ja energieeffizient ist, wäre „kontraproduktiv“, widersinnig - sozusagen ein klassischer Fall von Rebound-Effekt. Es kommt – wie eigentlich immer – auf den vernünftigen Umgang an. Das ist gar nicht so schwer, wenn man ein bisschen aufmerksam ist. Wert, darüber nachzudenken, ist auch ein kleiner Artikel, den das Bundesumweltamt am 15. Juni (also gerade rechtzeitig zur EM) veröffentlicht hat (www.umweltbundesamt.de/themen/der-richtige-fernseher). Zum Stichwort „Der richtige Fernseher“ steht da: „So groß wie nötig, so klein wie möglich: Je größer der Bildschirm, desto höher die Stromrechnung.“

Es wird darauf verwiesen, dass Fernsehgeräte neben Kühl- und Gefriergeräten zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt gehören. Beim Kauf sollte man also auf die Energieverbrauchskennzeichnung und eine „moderate Größe“ achten, um Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen. Weitere Hinweise: „Seit November 2011 müssen Fernsehgeräte das EU-Energieetikett tragen. Hieran können Sie die effizientesten Geräte einfach identifizieren (Klasse A+ bzw. A++). Zum genaueren Vergleich sollten Sie auch auf den ebenfalls auf dem EU-Energieetikett angegebenen jährlichen Energieverbrauch achten. Fernsehgeräte mit dem „Blauen Engel“ garantieren neben hoher Effizienz und geringem Energieverbrauch auch Quecksilberfreiheit.“ Schließlich sei die richtige Entsorgung wichtig, damit Wertstoffe wiedergewonnen würden und Schadstoffe nicht in die Umwelt gelangen.


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