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Neue Geräte auf dem Gabentisch - und wo landen die alten?

In vielen Familien stehen Elektro- und Elektronikgeräte auf den Wunschlisten für Weihnachten ganz oben - ein Trend seit Jahren. Die Hersteller bringen immer schickere, oft auch preisgünstige und zunehmend energieeffiziente Geräte auf den Markt. Das weckt Wünsche. Und die gehen nicht selten am tatsächlichen Bedarf vorbei. Okay, es kann mitunter sinnvoll sein, alte, aber noch funktionstüchtige Geräte gegen neue auszutauschen. Das kann zum Beispiel bei Kühlschränken und Gefriergeräten, bei Wäschetrocknern, Staubsaugern und anderem der Fall sein. Wenn Sie eine derartige Anschaffung tätigen wollen, achten Sie auf das Energieeffizienzlabel, machen Sie sich aber auch klar, dass für die Herstellung eines neuen Gerätes eine Menge Energie gebraucht wird, was sich natürlich insgesamt auf die Energiebilanz auswirkt. Sie sollten Neukäufe also nicht nur in preislicher Hinsicht von Ihrem persönlichen Kalkül abhängig machen. Überhaupt sollten Sie gute Gründe dafür haben, wenn sie funktionstüchtige Geräte durch neue ersetzen wollen. Dabei dürfen natürlich auch Aspekte der Mode, des Komforts und des persönlichen Geschmacks mit in die Waagschale geworfen werden.

Wenn dann die Entscheidung für Neugeräte gefallen ist, müssen Sie wieder überlegen, was Sie mit den Vorgängern anstellen. Sie irgendwo auf dem Dachboden oder im Keller zu deponieren (Nach dem Motto: Zum Wegwerfen sind sie zu schade, denn sie funktionieren ja noch) ist nicht empfehlenswert. Denn damit laden Sie sich unnötigen Ballast auf. Wer kennt das nicht, nachdem man so ein Ding weiß Gott wie oft in der Hand und hin und her geräumt hat, wird es doch endgültig entsorgt. Also ist es besser, sich gleich um eine anständige Entsorgung zu kümmern. Leider landen immer noch viel zu viele Elektrogeräte in der Mülltonne. Da gehören sie nicht hin, weil viele ihrer Inhaltsstoffe teilweise giftig sind und viele wieder genutzt werden können. Stichwort: Recycling. Sie haben sicherlich schon mitgekriegt, dass gerade in den kurzlebigen Handys wertvolle, seltene Metalle stecken. Und Sie wissen auch, dass beispielsweise Energiesparlampen wegen des Quecksilbers die Umwelt gefährden, wenn sie falsch entsorgt werden.

Andererseits ist es bequemer, die Altgeräte in den Hausmüll zu werfen, als sie zum Wertstoffhof zu bringen. Das weiß auch der Gesetzgeber und hat unter anderem deswegen das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) erlassen. Ziele sind der Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie die Schonung der natürlichen Ressourcen. Und weil die Aufgabe nicht allein dem Verbraucher zugemutet werden soll, sind neuerdings stärker die Hersteller für den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte verantwortlich. Das Gesetz verpflichtet alle Verbraucher, ihre ausrangierten Elektro- und Elektronikgeräte separat vom Hausmüll zu entsorgen, und zwar kostenlos bei den kommunalen Sammelstellen oder alternativ über das Rücknahmesystem der Hersteller und Vertreiber. Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern müssen beim Verkauf eines neuen Elektro- oder Elektronikgerätes ein Altgerät der gleichen Art unentgeltlich zurücknehmen und Altgeräte, die kleiner als 25 Zentimeter sind, in haushaltsüblichen Mengen zurücknehmen. Dasselbe gilt auch für den Versandhandel. Für die Rücknahmepflicht des Handels wurde jedoch eine Übergangsfrist bis zum 24. Juli 2016 eingeräumt. Einzelheiten zum ElektroG sind auf der Internetseite der stiftung elektro-altgeräte register (ear) einsehbar. (Quelle: www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/elektroaltgeraete/elektro-elektronikgeraetegesetz, abgerufen am 03.12.2015).


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