Sie sind hier: SWW Wadern 
Inhaltsbereich

Die Klimaveränderungen gehören zu unserem Alltag

Die Älteren unter uns erinnern sich, dass zu Allerheiligen Schnee lag. In diesem Jahr musste niemand fürchten, Frost könnte den Blumen und Pflanzen auf den Gräbern schaden. Mancher wundert sich, wie viele Blüten jetzt noch in seinem Garten sind: Rosen, Dahlien und viele mehr. Da kann man auf den Gedanken kommen, das ganze Jahr über blühende Pflanzen und Gemüse im Garten zu haben, vielleicht sogar Südfrüchte. Die Freude darüber wird jedoch nicht unerheblich getrübt. Denn wenn es bei uns in den normalerweise kühlen und kalten Monaten warm und frostfrei bleibt, bedeutet das nicht nur Gutes. Kurzum: Der Klimawandel gehört offensichtlich zu unseren alltäglichen Erfahrungen.

Und das Thema der zunehmenden Erderwärmung begegnet uns auf Schritt und Tritt. Um den Überblick zu behalten, ist das eigens eingerichtete "Portal Klimawandel" der freien Internet-Enzyklopädie Wikipedia hilfreich: de.wikipedia.org/wiki/Portal:Klimawandel (abgerufen am 12. November 2015). Dort sind unter anderem einige bemerkenswerte, aktuelle Fakten zusammengestellt, und zwar unkommentiert und mit Angabe seriöser Quellen, so dass die Leser sich ihr eigenes Bild machen können. Wir zitieren aus diesem Portal: "Der September 2015 war im weltweiten Durchschnitt der wärmste September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Gleiches gilt für die Monate August, Juli, Juni, Mai und März sowie die ersten neun Monate des Jahres 2015 zusammengenommen. Von den vergangenen Jahren war 2014 global und auch in Deutschland das wärmste Jahr. Es war das 38. Jahr in Folge, in dem die globalen Temperaturen über dem Durchschnitt lagen. Weltweit lagen neun, in Deutschland sechs der zehn wärmsten Jahre im 21. Jahrhundert."

Als Folgen der Erderwärmung werden unter anderem genannt: Der Rückgang der Gletscher und das Abschmelzen der polaren Eiskappen. Die Arktis verlor von 2002 bis 2011 fast fünfmal so viel Eismasse wie in den zehn Jahren zuvor. "Durch das Abtauen der Eis- und Schneemassen und die größere Ausdehnung von wärmerem Wasser kam es von 1901 bis 2010 zu einem durchschnittlichen Meeresspiegelanstieg um 19 cm" (Quelle am angegebenen Ort). Auch die zunehmenden extremen Wetterereignisse hängen nachweislich mit den Veränderungen des Klimas ursächlich zusammen.Wenn man bedenkt, wie lange schon davon gesprochen, durchaus auch an vielen Stellen ernsthaft versucht wird, weitere Klimaveränderungen einzudämmen, ist es erschreckend, dass trotz aller Bemühungen der Ausstoß des klimaschädigenden Gases Kohlendioxyd weltweit immer weiter steigt: "Die CO2-Emissionen stiegen von 9.453 Megatonnen im Jahr 1961 auf die etwa vierfache Menge von 36.131 Mt im Jahr 2013; die größten CO2-Emittenten im Jahr 2013 waren China (9.977 Mt), die USA (5.233 Mt), Indien (4.207 Mt), Russland (1.812 Mt), Japan (1.246 Mt) und Deutschland (759 Mt)."

Irgendwie drängt sich der Eindruck auf, dass Ausreden nicht mehr zählen. Das wissen sicherlich auch die Verantwortlichen der UN-Klimakonferenz in Paris vom 30. November bis 11. Dezember 2015. Dieser Konferenz wird eine zentrale Bedeutung zugemessen. Denn in Paris soll eine neue internationale Klimaschutz-Vereinbarung in Nachfolge des Kyoto-Protokolls von 1997 verabschiedet werden. Wir sind gespannt.


Rechter Inhaltsbereich