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Der Stromverbrauch ist entscheidend!

Angesichts der Tatsache, dass sich der Sommer in diesem Jahr besonders schwer tut, mag die folgende Überlegung abwegig erscheinen. Dennoch liegt sie nahe aufgrund von Beobachtungen unter Zeitgenossen. Gar nicht so wenige von uns entsorgen nämlich ihren alten Kühlschrank keineswegs ordnungsgemäß, wenn Sie sich einen neuen anschaffen. Irgendwie verträgt es sich mit unserer - vielleicht für den Saarländer typischen - Mentalität nicht, dass ein Gerät, das ja eigentlich noch ganz gut läuft und „noch gut aussieht“, komplett aus dem Verkehr gezogen wird. Und so durchläuft ein ausrangierter Kühlschrank nicht selten keineswegs den vorgesehenen Weg der Geräterückgabe bis hin zum Recycling seiner verwertbaren Bestandteile.

Zurück zum Sommer, der (noch) keiner ist: Wenn es richtig heiß ist, braucht man doch Kaltgetränke. Also leistet ein alter Kühlschrank, der von der Küche in den Keller gewandelt ist, noch wertvolle Dienste - besonders, wenn einmal viel gekühlt werden muss, weil Gäste kommen, seien es Würstchen und Schwenker oder eben Getränke. Vielleicht tut so ein alter Kühlschrank aber auch noch in der ersten eigenen Bude der von daheim ausgezogenen Kinder vermeintlich gute Dienste. Oder Sie haben Ihren alten Kühlschrank an Familien, die sich keinen neuen kaufen können, verschenkt, als Sie sich einen neuen anschafften. Das ist ja zunächst einmal auch durchaus ehrenhaft. Aber es sollte möglichst nur eine Übergangslösung sein. Denn Sie haben dem Beschenkten nicht unbedingt eine Freude gemacht. Hier kann sogar der Spruch richtig sein: Noch geschenkt zu teuer!

Sie wissen, was gemeint ist: Der Stromverbrauch entscheidet letztlich über die wahren Kosten. Auf diesen Zusammenhang sollten Sie auch schon beim Gerätekauf achten, statt sich nur an einem möglichst niedrigen Kaufpreis zu orientieren. Das gelegentlich (zweifellos manchmal durchaus zu Recht) gescholtene EU-Verbrauchslabel enthält Verbrauchsangaben, auf die Sie achten sollten. Schließlich werden Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Gefriertruhen, Waschmaschinen oder Geschirrspüler in der Regel zehn bis 15 Jahre betrieben. Da können schon relativ kleine Unterschiede im Strom- und Wasserverbrauch große Auswirkungen auf die Betriebskosten haben. Kurzum: Ein billiges Gerät mit einem hohen Stromverbrauch kann letztendlich teurer sein als ein teurer gekauftes Spargerät.

Zurück zum geschenkten Kühlschrank als Exempel: Wer einen Kühlschrank mit einem Verbrauch von 1,1 kWh pro Tag geschenkt bekommt, bezahlt bei einem Strompreis von 28 Ct/kWh in 15 Jahren 1.686 Euro. Wer dagegen für ein Strom sparendes Gerät mit einem Verbrauch von 0,35 kWh pro Tag zunächst 350 Euro ausgibt, spart langfristig Geld: Addiert man die Stromkosten für 15 Jahre bei gleichem Strompreis (537 Euro) zu den 350 Euro, kommt man auf lediglich 887 Euro. Eine Einsparung von 800 Euro gegenüber dem geschenkten Gerät! Vielleicht schauen Sie aus diesem Blickwinkel auch einmal auf den alten Kühlschrank im Keller.


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