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Verwirrt? Manchmal liegt es an zu wenig Wasser

Unser Organismus ist ein zusammenhängendes System. Wenn an einer Stelle etwas fehlt oder zu wenig ist, kann es an anderer Stelle zu Ausfallerscheinungen kommen. Mit dem Wasser ist das so. Sie wissen ja alle, wie wichtig es ist, über den Tag verteilt genug zu trinken. Unser Körper sendet Signale, wenn die getrunkene Flüssigkeit verbraucht ist oder nicht mehr lange reicht. Am simpelsten ist der Durst! Gelegentlich ist zu lesen, dass es ausreiche, zu trinken, wenn man Durst verspürt. Öfter wird jedoch die Meinung vertreten, dass man schon, bevor sich Durst einstellt, genug trinken sollte. Aber es gibt auch noch andere Anzeichen dafür, dass der Körper Flüssigkeit braucht. Dazu gehören zum Beispiel Sehstörungen und Kopfweh. Wenn solche Beschwerden auftreten, hilft es sehr oft, ein großes Glas Wasser zu trinken. Selbstverständlich können mit Sehstörungen und Kopfweh auch noch ganz andere Ursachen und gravierende Krankheiten verbunden sein, die gegebenenfalls nach einer ärztlichen Untersuchung verlangen. Dasselbe gilt für Schwindel und Verwirrtheit.

Heutzutage sind viele schnell dabei, Anzeichen von Demenz an sich und anderen zu befürchten oder zu entdecken. Sie sollten jedoch nicht gleich in Panik verfallen. Im Sommer oder nach dem Sport ein bisschen verwirrt zu sein, muss kein Schicksal sein, sondern kann mit der Hitze und dem Schwitzen zusammenhängen. Doch auch im ganz normalen Alltag kann es gerade (aber nicht nur) älteren Menschen passieren, dass bei ihnen Verwirrtheitszustände, allgemeine Schwäche oder Kreislaufbeschwerden auftreten, die auf einen Flüssigkeitsverlust zurückzuführen sind. Dagegen hilft ein bewährtes (Lebens-) Mittel: Wasser aus der Leitung oder andere Getränke, aber möglichst ohne Zucker und Alkohol.

Experten bestätigen durchweg, dass im Alter das Trinkbedürfnis häufig abnimmt. Deshalb sei älteren Menschen ein Trinkplan zu empfehlen. Dieser könnte so aussehen: Zuckerfreie und mineralhaltige Getränke da aufstellen, wo sich die Betreffenden oft aufhalten, zum Beispiel in der Küche oder auf dem Balkon oder in der Nähe des Fernsehers. Wer sich jedoch trotz ausreichender Flüssigkeit Sorgen um seine Hirnleistung macht und älter als 60 Jahre ist, kann und sollte sich einmal testen lassen. Angehörige und Betreuer von Demenzkranken sollten Acht geben, dass die Betroffenen nicht zusätzliche Nachteile durch zu wenig Flüssigkeit erleiden. Wenn sich deren Gesundheitszustand phasenweise verschlechtert, kann Trinken oft eine Besserung bewirken. Die empfohlene Trinkmenge von etwa zwei Litern Wasser am Tag ist wichtig. Ausnahmen bilden jedoch medizinische Indikationen wie Nieren- und Herzkrankheiten; dann sollten in der Regel nicht mehr als eineinhalb Liter täglich getrunken werden.

Die richtige Trinkmenge muss jeder für sich herausfinden. Doch oft unterschätzt man, wie viel Flüssigkeit man verliert, auch wenn man keine schwere Arbeit leistet. Auch Krankheiten und die Einnahme von Medikamenten spielen eine Rolle. Auf jeden Fall sollte man mit seinem Arzt sprechen, wenn man unsicher ist und an sich ungewöhnliche Symptome beobachtet.


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