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Auch bei Renovierungen an Schimmel denken

Möglicherweise haben einige von Ihnen die Ferien genutzt, um Ihre Wohnung auf Vordermann zu bringen. Die einen haben vielleicht tapeziert, die anderen die Wände gestrichen oder einen Putz aufgetragen. Wie dem auch sei: In allen Fällen ist Feuchtigkeit im Spiel. Und da sind wir wieder beim Schimmelproblem, das wir ja bereits mehrfach angesprochen haben. Denn besonders ärgerlich ist es natürlich, wenn just nachdem man gerade mit der Renovierung fertig ist, ein Zimmer wieder bezogen hat und sich über die neue Wohnung freut, Schimmel da ist. Ach, du Schreck! Und tatsächlich tritt Schimmel nach solchen Arbeiten wie oben beschrieben besonders gerne auf. Denn - Sie erinnern sich - Schimmelsporen sind eigentlich immer in der Luft, brauchen zum Wachstum aber Feuchtigkeit und Wärme. Und so kommt es nach Renovierungsarbeiten immer wieder zu Schimmelbefall - umso eher, wenn eine neue wohnklimatische Situation geschaffen wurde, zum Beispiel nach einer Dämmung oder einer geänderten Nutzung von Räumen.
Am allerwichtigsten ist es also, dass die neuen Räume gut austrocknen. Lüften mit Durchzug hilft, doch auch hier gibt es Grenzen der Wirksamkeit. Wir haben in diesem Sommer ja ungewöhnlich trockene Hitze erlebt, aber auch schwüle Tage. Gerade wenn an heißen Tagen ein wenig Niederschlag fällt, steigt die Luftfeuchtigkeit gewaltig an. Solche Luft ist für ein renoviertes Zimmer, das austrocken soll, "kontraproduktiv", wie man gelegentlich sagt. Denn diese fördert sogar die Schimmelbildung. Dann kann es angezeigt sein, mit technischen Hilfsmitteln vom Fachmann dafür zu sorgen, dass der betreffende Raum austrocknet. Oder aber man saniert den Raum erst dann, wenn von draußen keine feucht-warme Luft mehr in die Wohnung kommt.

Andererseits ist in der Raumluft immer Feuchtigkeit. Nicht nur durch Kochen und Baden kommt Feuchtigkeit in die Raumluft, sondern auch durch den Atem und Schweiß der Bewohner. Die Feuchtigkeit schlägt sich an kühlen Stellen nieder, insbesondere Wänden, Fenstern und Fensternischen: Kondenswasser. Dieses tritt schneller auf, wenn die so genannte relative Luftfeuchtigkeit im Raum ansteigt. Und das ist der Fall, wenn die Innentemperatur fällt. Daher die Tipps für die kühlere Jahreszeit, die Räume auch in Abwesenheit zu heizen und Stoßlüften anzuwenden, um ein Auskühlen der Zimmer und des Mobiliars zu vermeiden.

Kondenswasser bildet sich besonders gerne dort, wo aufgrund unzureichender Dämmung Wärmebrücken entstanden sind, oder an einer Kaltwasserleitung, oder wenn unterschiedlich genutzte Räume beieinander liegen und die relative Luftfeuchtigkeit schwankt. Darüber hinaus besteht Schimmelgefahr aufgrund von Schäden an Wasserleitungen, wenn am Dach oder im Mauerwerk etwas undicht ist, aber auch durch schadhafte Geräte wie Waschmaschine oder Geschirrspüler, oder durch Unglücksfälle wie Löschwasser oder Hochwasser. Die Internetenzyklopädie Wikipedia bietet in dem Artikel "www.wikipedia.org/wiki/Schimmelpilz" eine Menge Information und Tipps zur Schimmelbekämpfung.


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