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Neue Regelungen für Energieverbraucher

Jedes Jahr bringt Neuerungen und Änderungen. Meistens handelt es sich um Modifizierungen bestehender Verhältnisse. Wenn Sie sich beispielsweise neue Essensregeln angewöhnen wollen, um abzunehmen oder gesünder zu leben, erfinden sie das Essen ja nicht neu, sondern Sie setzen andere Schwerpunkte, achten auf vorhandene Inhaltsstoffe, Essenszeiten und -mengen u.s.w. So ähnlich ist es auch mit Gesetzen und Verordnungen: Meistens werden bestehende Regeln verschärft, gelockert oder ergänzt.

Im Bereich Energie sind für die Verbraucherinnen und Verbraucher verschiedene Änderungen relevant. Die Ökostromumlage nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) steigt wieder von 6,17 auf 6,35 Cent. Bekanntlich wird diese Umlage pro Kilowattstunde elektrischer Energie erhoben, um damit nicht-fossile Energieformen zu fördern und letztlich die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Leider hat dies eine Verteuerung des Stroms zur Folge. Die Versorgungsunternehmen haben auf diese Abgabe keinen Einfluss.

Die bestehende Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde bereits 2014 verschärft, und die strengeren Standards für Neubauten gelten seit 2016. Zusammengefasst heißt dies: Die Obergrenze für den zulässigen Energiebedarf von neu errichteten Gebäuden wird um 25 Prozent gesenkt. Dabei geht es um den Primärenergiebedarf, also das, was an Energie fürs Heizen und die Warmwasserbereitung verbraucht wird. Wichtig ist, dass Wärme und Strom aus einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe nicht mitgezählt werden. Wer also vorhat, neu zu bauen, sollte auch an eine Wärmepumpe und eine Solaranlage denken. Gemäß dem novellierten EnEV dürfen Häuser außerdem weniger Energie abgeben als bisher: Um 20 Prozent wurde der erlaubte Wärmeverlust durch die Gebäudehülle gesenkt. Die Themen Dämmung und Vermeidung von Wärmebrücken sind also bei Neubauten noch stärker zu berücksichtigen als bisher. Sie bleiben aber auch - Stichwort: energetische Sanierung - im Altbestand sicherlich auch für die kommenden Jahre eine Aufgabe. Mit weiteren Auflagen durch den Gesetzgeber ist durchaus zu rechnen.

Dieser Trend zu verschärften Anforderungen zeichnet sich auch bei den Heizungsanlagen ab. Bereits seit September 2015 müssen neue Heizgeräte - ähnlich wie Haushaltsgeräte - das EU-Energielabel tragen. 2016 ist eine eigene Kennzeichnung für Heizungsgeräte im Bestand hinzugekommen. Es trägt den Namen "Nationales Effizienzlabel für Altgeräte". Alle Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, sollen nach und nach gekennzeichnet werden. Dies übernehmen zum Beispiel Energieberater und Schornsteinfeger. Das Anbringen dieser neuen Kennzeichnung kostet Sie als Verbraucher bzw. Eigentümer zwar nichts, Sie dürfen sich aber auch nicht weigern, die Kennzeichnung vornehmen zu lassen. Über den tatsächlichen Zustand Ihrer Heizungsanlage sagt dieses neue nationale Label übrigens nichts aus, sondern lediglich etwas über die Effizienz des jeweiligen Gerätetyps.

Ein EU-Energielabel mit Energieeffizienzklassen von A+ bis G gibt es seit dem 1. Januar auch für Wohnraumlüftungsgeräte. Zusätzlich sind auf diesem Etikett noch die Geräuschemissionen sowie der Volumenstrom (die Menge bewegter Luft) ausgewiesen. Wenn man bedenkt, dass Lüftungsanlagen in den meisten Fällen ununterbrochen laufen, ist es sinnvoll, auf einen niedrigen Stromverbrauch zu achten, worauf die Kennzeichnung an den Geräten ja hinweist. (Wir beziehen uns auf die Darstellung der Verbraucherzentrale Brandenburg unter www.vzb.de/energie-aenderungen-2016, abgerufen am 17.01.2016).


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