Sie sind hier: SWW Wadern 
Inhaltsbereich

Schimmel hat es gerne feucht und warm

Also, warm ist es ja nun wirklich in den letzten Wochen gewesen, sogar richtig heiß. Und trocken war dieser Sommer, besonders im Saarland der Monat Juli. Man sieht es unseren Gärten an. Als es dann aber hin und wieder regnete, stieg rasch die Luftfeuchtigkeit. Es wurde schwül. Feucht-warmes Klima macht uns zu schaffen, aber einige Lebewesen schätzen es sehr. Dazu gehören die Bakterien und die Pilze - nicht nur die schmackhaften im Wald, sondern auch die Schimmelpilze in der Wohnung.

Achten Sie auf ihren Alltag! Wer es gewohnt ist, morgens zu duschen, stellt fest, dass er selber und das Badezimmer kaum richtig trocken werden, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Handtücher, Waschlappen, Putzlappen und dergleichen trocknen in so einer Umgebung fast gar nicht. In Handtüchern, aber auch in Geschirrtüchern und Spüllappen vermehren sich dann Bakterien sehr schnell, und es fängt an zu "müffeln". So ein Geruch sollte sie alarmieren, jedoch nicht dazu auffordern, irgendwelche Desinfektionsmittel einzusetzen, sondern ein paar einfache Regeln zu beachten: Wechseln Sie Handtücher, Geschirrtücher und Spüllappen öfter, vor allem: Hängen Sie sie am besten nach draußen; in Sonne und Wind trocknen sie schnell, und das gefällt den Bakterien überhaupt nicht.

Werden feuchte Handtücher und Lappen im Badezimmer (wie üblich) aufbewahrt, erhöhen sie noch das ohnehin feucht-Warme Klima im Raum. Deshalb sollten übrigens auch die Wände von Duschkabinen mit einem Gummi-Abstreifer halbwegs getrocknet und Wasser vom Boden gewischt werden. Denn je mehr Feuchtigkeit im Raum bleibt, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich Schimmel bildet. Wobei diese Redeweise nicht ganz korrekt ist. Man müsste sagen: Der Schimmel vermehrt sich. Denn "da" ist der Schimmel schon vorher. Schimmelsporen befinden sich eigentlich fast überall im Boden und in der Luft. Sie brauchen aber eben eine feuchtwarme Umgebung um zu wachsen.

Also lautet der Beschluss, dass der Mensch gut lüften muss! Sie sollten tüchtig und richtig lüften, am besten mehrmals täglich mit Durchzug, lüften. Was fürs Bad gilt, gilt für die anderen Räume ebenso, insbesondere das Schlafzimmer und den Keller. Sie sollten einfach keine feuchten Textilien darin liegen lassen. Für die Raumfeuchte sind wir aber auch selbst verantwortlich, nicht nur wenn wir duschen, sondern durch die Atmung und die Poren unserer Haut gelangt viel Feuchtigkeit in unsere Umgebung. Übrigens: Nicht nur die Saunagänger unter Ihnen dürften wissen, dass Schweiß so gut wie geruchslos ist. Er fängt (wie beim Handtuch gesehen) erst an zu "müffeln", wenn sich Bakterien in feuchtwarmer Umgebung vermehren.

Wenn Sie den Schimmel in der Wohnung (wo auch immer) sehen oder sogar schon riechen, sollten Sie etwas unternehmen. Denn es kann gefährlich werden, wenn Schimmelsporen in großer Zahl eingeatmet werden. Die "Toleranzgrenzen" sind individuell verschieden, aber generell gilt, dass  alle Schimmelpilze allergische Reaktionen hervorrufen können. Während sich bei dem einen gar keine oder kaum eine Reaktion zeigt, muss ein anderer niesen und bekommt juckende Augen wie bei einer Pollenallergie. Und schlimmstenfalls entwickelt jemand ernsthafte Atemwegserkrankungen bis hin zum Asthma.

Wir bleiben an dem Thema dran. Dass und wie die Bildung von Schimmel in der Wohnung auch durch bauliche Mängel begünstigt wird, wollen wir in einem der nächsten Artikel beleuchten.


Rechter Inhaltsbereich