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Mit der Wärme ist das so eine Sache

In diesem Sommer hatten wir ja bereits buchstäblich am eigenen Leibe Gelegenheit festzustellen, wie sich Energiesparen auswirken kann: Wenn das Wetter hochsommerlich ist, die Temperatur sich der 40-Grad-Marke nähert, dann bewegen wir uns am liebsten so wenig wie möglich. Denn wenn zu der Wärmeenergie, von der wir umgeben sind, noch die Wärmeenergie kommt, die durch unsere Bewegungen entsteht, wird es unerträglich: Unser Körper versucht sich durch Schwitzen Abkühlung zu verschaffen. Sich ruhig und an kühlen Orten aufhalten, wenn man so will: Möglichst wenig Wärmenergie produzieren und aufnehmen, ist dann das Gebot der Stunde. Auf diese Weise werden wir - quasi auf natürlichem Wege - im Hochsommer zu Energiesparern. Dann lassen wir ja auch die Heizung aus.

Es wäre eine feine Sache, wenn wir die im Sommer reichlich vorhandene Wärmeenergie für kältere Zeiten speichern könnten. Alte Gemäuer (durchaus aber auch moderne Baustoffe), die die Wärme "halten" können, machen es vor. Moderne Wärmespeicher, insbesondere im Zusammenhang mit Kraft-Wärme-Kopplung, arbeiten so ähnlich. Einfache Anlagen für den "Hausgebrauch", die Wärme längere Zeit speichern können, haben sich aber bisher jedenfalls noch nicht flächendeckend durchgesetzt.  Das Speichern von Wärme ist jedoch nicht mit den Sonnenkollektoren zu verwechseln. Wer eine Solaranlage zur Warmwassererzeugung auf dem Dach hat, freut sich, dass die Sonnenstrahlen ihm das Brauchwasser erwärmen - bekanntlich nicht nur bei hohen Temperaturen.

Das warme Wetter kann auch zu einem erhöhten Energieverbrauch führen. Deswegen ist es angebracht, über Möglichkeiten Energie zu sparen nachzudenken. Auf einen Nenner gebracht: Mit kühlen Räumen können Sie im Sommer Energie sparen. Angefangen mit dem Kühlschrank. Wegen der höheren Außentemperaturen und häufiger Neubefüllung, weil wir uns mit Kaltgetränken versorgen, muss der Kühlschrank ständig nachkühlen. Je mehr Wärme ins Kühlschrankinnere gelangt, desto mehr Strom ist nötig. Dasselbe gilt für Gefrierschränke und Kühltruhen. Im Keller, wo es meistens kühler ist, kann man fürs Kühlen Strom sparen - muss dafür aber weiter laufen.

Kühle Räume wollen wir natürlich auch zum Wohnen. Hier helfen einfache Mittel  bzw. Verfahren ohne jeglichen Energieverbrauch. Sie sollten möglichst am frühen Morgen oder spät abends, wenn die Sonne nicht mehr scheint, gründlich lüften, um kühle Luft ins Haus zu lassen. Denn ist die Hitze erst einmal drin, kriegt man sie schlecht wieder raus (Wärmespeichern funktioniert also durchaus!). Dunkle Vorhänge halten mehr Licht und Wärme fern als helle. Fensterläden, Rollläden, Jalousien, Markisen oder Rollos lassen keine Sonnenstrahlen herein.

Ventilatoren für frischen - besser gesagt: als frisch empfundenen Wind - und Klimageräte benötigen wiederum Strom zum Betrieb. Besser ist es, wie gesagt, dafür zu sorgen, dass die Räume gar nicht erst zu warm werden. Und denken Sie in diesem Zusammenhang auch daran, dass elektrische Geräte im Betrieb immer auch Wärme produzieren. Sie sollten diese also nur dann einschalten bzw. laufen lassen, wenn Sie diese auch wirklich nutzen, z. B. den Drucker im Büro.


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