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Neue Vorschriften zum Energiesparen

Es klingt paradox: Neuerungen haben Tradition am Anfang eines Jahres. Auch in diesem Jahr sind zum 1. Januar wieder neue Gesetze in Kraft getreten. Zu den Themen Strom, Wärme, Licht und Wohnen hat der Mitteldeutsche Rundfunk eine interessante Zusammenstellung ins Internet gestellt (www.mdr.de/ratgeber/neu/neu-ab-energie100.html, Stand am 13. 01.2015). Wir zitieren daraus.

Danach müssen weitere Warengruppen seit Jahresanfang mit der EU-Energiekennzeichnung ausgezeichnet werden. Dazu gehören Haushaltsbacköfen und Dunstabzugshauben, wobei Backöfen mindestens Energieeffizienzklasse C und die Abzugshauben mindestens Energieeffizienzklasse F haben müssen. Die EU will zudem erreichen, dass in den kommenden Jahren der Energieverbrauch der Geräte weiter limitiert wird. Ebenfalls neu ist, dass das EU-Label auch bei Verkäufen im Internet (samt Datenblatt) vorgeschrieben ist. Dazu heißt es weiter: "Dies gilt vorerst für Kühlgeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Klimaanlagen, Fernsehgeräte, Staubsauger, elektrische Lampen und Leuchten. Später soll das Label auch bei Warmwasserbereitern und Heizgeräten abgebildet werden."

Sicherlich haben Sie auch bereits von den neuen Vorschriften fürs Warmhalten von Kaffee gehört: Die neu auf den Markt kommenden Kaffeemaschinen müssen mit einer Funktion ausgestattet sein, die das Warmhalten des Kaffees innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne abschaltet. Es ist genau geregelt, dass die Zeitspanne für Maschinen mit Isolierkanne bei fünf und bei Maschinen ohne Isolierkanne bei 40 Minuten liegen muss. Bei Kapsel- oder Pad-Maschinen sowie Vollautomaten liegt die Abschaltvorschrift bei 30 Minuten nach dem letzten Brühzyklus. "Verfügt die Maschine über eine Tassenvorwärmfunktion, so muss das Abschalten spätestens 60 Minuten nach deren Aktivierung erfolgen“, schreibt der MDR. Spätestens jetzt fasst sich mancher an den Kopf und fühlt sich wieder einmal gegängelt. Aber mit der Begrenzung des Warmhaltens soll der Energieverbrauch gesenkt werden. Der MDR schreibt: „Haushalte sollen auf diese Weise bis zu zehn Euro pro Jahr sparen können."

Zweifellos gravierender dürfte sich die neue Vorschrift zum Austausch von Heizkesseln auswirken. Dazu heißt es klipp und klar: "Heizkessel, die 30 Jahre oder älter sind, dürfen ab Januar 2015 nicht mehr betrieben werden." Ganz so rigoros wird diese Regel jedoch nicht angewendet. Denn weiter wird erläutert: "Ausnahmen gelten für Brennwert- und Niedertemperaturkessel sowie für Heizgeräte in Häusern, die vom Eigentümer mindestens seit Februar 2002 bewohnt werden. Ansonsten müssen alle Geräte, die vor dem 1. Januar 1985 in ein Haus gekommen sind, ausgetauscht werden. Ab 2016 sollen alle Heizanlagen, die mehr als 15 Jahre alt sind, auf ihren Energieverbrauch untersucht werden und ein "Energielabel" erhalten." Dieses Thema wird uns also sicherlich noch weiter beschäftigen. Für Besitzer von älteren Heizungsanlagen heißt das: Augen und Ohren offen halten und sich informieren!


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