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Gehört den LED-Lampen die Zukunft?

In der vergangenen Woche haben wir Ihnen die verschiedenen Lampenarten vorgestellt. Nachdem die Glühbirne nach und nach aus dem Handel verschwunden ist, scheinen zurzeit in der Gunst der Verbraucher die LED-Lampen vorne zu liegen. Aber Energiespar- und auch Halogenlampen können durchaus nach wie vor interessante Alternativen sein. Sie als Verbraucher kommen allerdings nicht darum herum, die Angaben auf den Lampenverpackungen zu studieren und sich gut zu überlegen, wofür bzw. wo Sie die Lampe einsetzen wollen.

Eine Energiesparlampe empfiehlt sich nicht, wenn Sie von einer Lampe sofort die volle Lichtausbeute erwarten. In Fluren oder Treppenhäusern möchte man es ja möglichst schnell möglichst hell haben, vergleichsweise langsam startet jedoch eine Energiesparlampe und braucht für ihre volle Lichtproduktion unter Umständen länger als Sie sich im Treppenhaus aufhalten. Zu den Leuchtmitteln, die sehr schnell ihre volle Leuchtkraft erreichen, gehören die Licht emittierende Dioden (LED) und auch Halogenleuchtmittel. Inzwischen haben sich die Preise für diese beiden Varianten ein gutes Stück weit angeglichen. Aber meistens sind Halogenlampen gegenüber LED im Kaufpreis günstiger.

Überall dort, wo Sie für meist nur kurze Zeit möglichst helles Licht brauchen, im Vorratsraum, in der Abstellkammer, auf der Gästetoilette sowie auf der Kellertreppe oder in einzelnen Kellerräumen, ist Halogen gut geeignet. Der relativ hohe Stromverbrauch fällt da nicht so sehr ins Gewicht, weil die Lampen in diesen Fällen ja nicht lange angeschaltet bleiben. Anders ist es in Räumen, wo Sie sich länger aufhalten. Dafür empfehlen sich LED-Leuchtmittel, die außerdem sehr schaltfest sind, häufiges An- und Ausschalten macht ihnen kaum etwas aus. Was die Dimmbarkeit angeht, sollen Sie auf der Packung nachsehen oder sogar extra nachfragen, denn da gibt es unterschiedliche Angaben. Auch wenn Sie Einbaustrahler haben, können Probleme beim Austausch von Halogenlampen durch LED auftreten. Statt beispielsweise fünf Halogenstrahler in einem Raum auf einmal durch LED zu ersetzen, empfiehlt es sich, erst einmal mit einzelnen Lampen anzufangen. Es kann sogar sinnvoll sein, eine oder zwei Halogenlampen neben drei oder vier LED-Lampen zu verwenden.

Für Räume mit Grundbeleuchtung oder wo das Licht ganz einfach länger angeschaltet bleibt,  kommen nach wie vor auch Energiesparlampen in Frage. In der Küche, je nach Gegebenheiten auch im Bad, Schlafzimmer oder an der Garderobe spricht mehr für LED.  Nicht zu vergessen sind auch Leuchtstoffröhren mit einem hohen Farbwiedergabewert (mind. Ra 90), eventuell auch Halogen. Im Kinderzimmer haben zurzeit LED-Lampen aus den beschriebenen Gründen die meisten Vorteile. Eine möglichst hohe Farbtemperatur sollte im Arbeitszimmer gewährleistet sein. Wie es heißt, wirken  4000 bis 6500 K anregend. Dagegen empfiehlt sich im Wohnzimmer eine warmweiße Farbtemperatur im Bereich von 2500 bis 2700 K. Die entsprechenden Angaben finden Sie auf den Lampenverpackungen.

Wie es aussieht, gehört den LED-Lampen die Zukunft. Die Preise sinken zwar, sind aber immer noch relativ hoch. Trotzdem sprechen eine Reihe von Vorteilen für eine Umrüstung auf LED: Diese sind vergleichsweise langlebig, effizient und schadstoffarm. Zum Vergleich: Während die alte 60-Watt-Glühbirne mit jedem Watt Strom, lediglich 12 Lumen an Licht erzeugt, hat eine LED-Lampe mit rund 60 Lumen pro Watt die fünffache Lichtausbeute. Allerdings dürfen Sie LED-Lampen nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Sie werden an Recyclinghöfen und in Geschäften gesammelt und dem Recycling von Metall und Kunststoff zugeführt.


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