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Regeln zum Schutz vor Frost

Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia schreibt klipp und klar: "Mit dem Begriff Frostschutz werden alle Maßnahmen und Methoden zusammengefasst, die ein Einfrieren von Flüssigkeiten verhindern sollen. Dies ist notwendig, weil das Volumen von Eis größer wird als das des flüssigen Wassers und der um einige Prozent größere Raumbedarf zu großen Kräften führen kann (Frostsprengung). Es gibt drei Strategien des Frostschutzes: Durch Zusätze zum Wasser wird der Gefrierpunkt herabgesetzt, oder durch Wärmezufuhr werden Temperaturen des zu schützenden Bauteils unter Null Grad Celsius verhindert, oder der Wasserdurchfluss in Rohrleitungen darf nicht zum Stillstand kommen."(de.wikipedia.org/wiki/Frostschutz; Stand 27.11.2014.)

Leitungen im Freien, die nicht mindestens 50 cm tief in der Erde liegen, müssen vor dem Einfrieren geschützt werden. Wasserleitungen, die kein Trinkwasser führen, lassen sich durch rechtzeitiges Abtrennen und Entleeren vor dem Frost schützen. Am besten ist es natürlich, dies schon bei der Planung zu bedenken und die Leitungen mit entsprechendem Gefälle und der Möglichkeit einer Entleerung am tiefsten Punkt zu verlegen.

Ganz wichtig: Nicht-Trinkwasserleitungen müssen durch eine Sicherungseinrichtung nach DIN EN 1717 von Trinkwasser führenden Leitungen getrennt sein. Diesbezüglich wird in dem genannten Artikel gewarnt: "Ein Absperren von frostgefährdeten Teilen von Trinkwasser-Installationen, z. B. Garten- und Garagenzapfstellen, oder von Leitungen zu und in zeitweise nicht genutzten und nicht beheizten Gebäuden, wie Ferienhäusern, ist aus Hygienegründen abzulehnen, da das in den Leitungen verbleibende Wasser über die Dauer der Absperrung stagniert und zu einer gravierenden Verkeimung der gesamten Trinkwasser-Installation führen kann."

Interessante Ergänzungen liefert der Blog des VDI, Verband Deutscher Ingenieure (www. blog.vdi.de/2014/01/frostschaden-am-haus-vermeiden/#sthash.k3UrmcUj.dpuf, Stand 27.11.2014): "Leitungen, bei denen der Wasseraustausch nicht durch entsprechende Maßnahmen (z. B. Zwangsspülung über Zeitschaltuhr) sichergestellt werden kann, müssen von der Trinkwasser-Installation durch eine Sicherungseinrichtung nach DIN EN 1717 getrennt werden und als Nicht-Trinkwasserleitungen gekennzeichnet werden. Paradebeispiel hierfür sind Zuleitungen im Außenbereich, z. B. Garagen- und Gartenanschlüsse. Konkrete Informationen zum Schutz von Wasserleitungen vor Frost liefert die Richtlinie VDI 2069."

Für Wochenendhäuser, leer stehende Häuser oder Gebäudeteile wird vom VDI empfohlen: "Damit die Leitungen nicht einfrieren, gilt es diese Bereiche minimal zu beheizen und die Leitungen regelmäßig zu spülen. Das regelmäßige Spülen dient der Vorbeugung gegen Verkeimung. Absperren bei Nichtnutzung kann und sollte man nur Leitungen für Nicht-Trinkwasser, z. B. Regenwassernutzungsanlagen. Bei den meisten Heizkörpern reicht es in der Regel, das Thermostat auf das Frostsymbol zu stellen. So bleibt das Wasser in Bewegung und die Heizung schaltet sich bei zu niedrigen Temperaturen automatisch ein. Die Richtlinie VDI/DVGW 6023 verlangt auf Basis vorliegender Erfahrungen, dass in Trinkwasserleitungen spätestens alle 72 Stunden ein vollständiger Wasseraustausch stattfindet. Bei einer bestimmungsgemäß betriebenen Trinkwasser-Installation dürfte daher ein Einfrieren nicht auftreten, noch weniger aber unbemerkt bleiben."


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