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Und was ist Ihr Beitrag zum Zwei-Grad-Ziel?

Sie haben die Berichterstattung über das G7-Gipfeltreffen der wichtigsten Industrienationen auf dem bayrischen Schloss Elmau bestimmt verfolgt. Die Staats- und Regierungschefs haben über Themen gesprochen, die derzeit als die wichtigsten auf dem Planet Erde gelten. Dazu gehört die Klimaveränderung. Dass auf dem Schloss Elmau eine Einigung über ein verbindliches Zwei-Grad-Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung vereinbart wurde, wird in den Kommentaren teils als Überraschung und Erfolg gewertet, teils aber auch mit Skepsis hinsichtlich der Ernsthaftigkeit der Absicht und der Durchsetzbarkeit von effektiven Maßnahmen begleitet.

Bereits 2009 wurde auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Kopenhagen das Zwei-Grad-Ziel beschlossen. Also immerhin vor über fünf Jahren! Dabei orientiert man sich an wissenschaftlichen Untersuchungen, welche besagen, dass die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung nach Möglichkeit weniger als zwei Grad Celsius betragen sollte. Als Vergleichswert gilt die Temperatur vor dem Industriezeitalter. Andernfalls befürchten diese Wissenschaftler verheerende Folgen bereits in absehbarer Zukunft. Dazu gehören gravierende Unwetter, Wirbelstürme und Dürren sogar in Ländern, die davon bisher weitgehend verschont waren, Überschwemmungen und der Verlust von bewohn- und urbarem Land aufgrund des steigenden Meeresspiegels. Zu der Elmauer Vereinbarung gehört das Ziel, bis zum Ende des 21. Jahrhunderts den Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre ganz auf Null zu reduzieren. In Paris, wo dieses Jahr im Dezember die nächste UN-Klimakonferenz stattfindet, sollen die einzelnen Länder ihre jeweils eigenen Beiträge zum Klimaschutz vorlegen.

Wie berichtet wurde, haben sich die Regierungschefs von Japan und Kanada lange gegen die Vereinbarung gesträubt. Es lässt sich denken, dass unter den 193 Mitgliedsstaaten der  Vereinten Nationen in Sachen Klimaschutz kaum Einigkeit herrscht, wenn schon die Sieben beim Gipfel in Elmau sich schwer taten. Und dabei muss man sich ja vor Augen halten, dass die Regierungen jeweils eine sehr heterogene Bevölkerung vertreten. Zu glauben, dass die Politiker das Zwei-Grad-Ziel allein erreichen würden, wäre ja völlig abwegig. Von den über 80 Millionen Menschen, die allein in Deutschland leben, werden jedoch gewiss nicht alle davon zu überzeugen sein, dass sie auch einen Beitrag zum Zwei-Grad-Ziel leisten sollen. Andererseits setzen sich viele Menschen in den unterschiedlichsten Vereinen und Organisationen für den Umwelt- und Klimaschutz ein. Und immer mehr Menschen üben sich in ihrem Alltag in Klima schonendem Verhalten.

Sie können sich denken, dass es wieder einmal auf Sie selber ankommt - selbst wenn Ihr Beitrag ein noch so kleiner Tropfen auf einem noch so heißen Stein sein mag. Wie sähe die Alternative aus: Weitermachen wie bisher? Immer mehr Energie verbrauchen? Seine Kinder verschonen mit dem Gerede von der Erderwärmung? Sich selber Scheuklappen aufsetzen und sich die Lebensfreude nicht durch Schwarzmalerei vermiesen lassen? Die Alternative wäre letztlich: "Nach mir die Sintflut!" Dies könnte allerdings buchstäblich in überschaubarer Zeit grausame Wirklichkeit werden.


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