Sie sind hier: SWW Wadern 
Inhaltsbereich

Ihre Heizung verdient ein bisschen Pflege

Kurz vor Sommeranfang ist für die meisten von uns die Heizperiode beendet und wir sind froh, dass wir uns auf die Heizung verlassen können. Der Heizung tut es gut, wenn wir uns ein bisschen um sie kümmern. Wenn Sie ein Gluckern in den Heizkörpern und -leitungen hören, hilft meistens eine Entlüftung. Dazu befinden sich rechts oder links oben an den Heizkörpern Schrauben, die mit einer Kombizange oder einem Vierkantschlüssel aufgedreht werden. Achtung: Es kann sein, dass mehr oder weniger plötzlich nicht ganz saubere Flüssigkeit austritt, nachdem die Luft entwichen ist. Danach sehen Sie nach, ob der Wasserdruck noch stimmt. An Ihrer Heizungsanlage befindet sich ein Nanometer mit Zeigern, die den Druck des Heizungswassers anzeigen. Gegebenenfalls sollten Sie Wasser in das System nachlaufen lassen, bis die Anzeige auf dem Nanometer wieder optimal ist. Bei den meisten Geräten stehen dann zwei Zeiger übereinander.

Solche kleineren Arbeiten sind unproblematisch. Lassen Sie sich notfalls von einem Nachbarn oder Verwandten oder Ihrem Heizungsbauer zeigen, wie es geht. Vor allem lassen Sie sich zeigen, wo sie aufdrehen müssen, damit Heizwasser nachläuft. Ein praktischer Tipp: Stellen Sie beim Entlüften ein Auffanggefäß unter oder halten Sie einen Lappen unter die Schraube am Heizkörper. So verhindern Sie, dass schmutziges Wasser auf den Teppich oder in Parkettfugen gerät. Und denken Sie daran, die Schraube wieder zuzudrehen! Wenn im Heizungssystem wenig Druck ist und beim Entlüften kein Wasser mehr austritt, kann das leicht vergessen werden! Steigt dann der Druck in der Leitung wieder, weil neues Wasser nachgefüllt wurde, kann aus dem Heizkörper austretendes Wasser nicht unerheblichen Schaden anrichten.

Luft im Heizungssystem zieht auch einen erhöhten Energiebedarf nach sich. Der Verbrauch von Heizenergie und meistens auch Strom steigt außerdem, wenn die Heizung schlecht eingestellt ist oder ein Teil wegen Abnutzung, Verschmutzung und warum auch immer nicht richtig funktioniert. Um dies alles auszuschließen, sollten Sie nicht selbst tätig werden, sondern einen Fachmann mit der Wartung beauftragen. Wer ein Mal im Jahr seine Heizung warten lässt, kann rund zehn Prozent Energie und damit erhebliche Kosten sparen und zugleich etwas für die Umwelt tun.

Im Rahmen einer solchen Inspektion werden alle wichtigen Einrichtungen, der Brenner und die Wärmetauscherflächen sowie die Einstellung der Vorlauf- und Kesseltemperatur überprüft, ebenso wie die Regelung und Sicherheitseinrichtungen. Wichtige Teile werden gereinigt. Dazu kommen eine Abgasmessung und die Erneuerung von Verschleißteilen. Die Kosten für solche Wartungsarbeiten rechnen sich wegen der Einsparung von Brennstoff und Strom. Wer sich auf der Rechnung die Lohnkosten extra ausweisen lässt, kann als Hausbesitzer einen Teil davon von der Steuer absetzen.


Rechter Inhaltsbereich