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Neue Vorschriften für Staubsauger

Hausfrauen und Hausmänner kennen das: Wenn aus irgendeinem Grund einmal ein anderer Staubsauger als der gewohnte benutzt wird, ist man nicht zufrieden.

Der saugt dann nicht richtig, hat die falschen Bürsten, ist unhandlich, zu laut oder was auch immer. Zu ihrem Staubsauger haben die meisten halt ein besonderes Verhältnis. Dazu kommt, dass sie sich bisher immer selber aussuchen konnten, welche Leistung das Gerät haben sollte. Wer mehr Komfort und einen starken Motor wollte, war bisher durchaus bereit, dafür mehr zu bezahlen - sowohl beim Gerätekauf als auch beim Verbrauch.

So frei sind die Verbraucher in Europa seit dem 1. September nicht mehr. Und künftig wird ihre Entscheidungsfreiheit noch mehr eingeschränkt. Der EU-Gesetzgeber schreibt jetzt nämlich vor, dass Staubsaugermotoren in der Europäischen Union eine Leistung von maximal 1600 Watt haben dürfen. Das ist erst der Anfang: Ab 2017 ist nur noch eine Leistung von 900 Watt erlaubt. Diese Festlegung erfolgt im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie. Die EU-Kommission hat diese 2013 erlassen, um im Sinne des globalen (gerade in New York mit neuen Absichtserklärungen bekräftigten) Klimaschutzgedankens und des Bemühens um eine Reduzierung des Ausstoßes von CO2 bis zum Jahr 2020 mindestens 20 Prozent Energie einzusparen. Nach dem Abschied von der Glühbirne verordnet die Politik den Bürgern also neue Klimaschutzmaßnahmen, weitere sollen folgen. Haushaltsgeräte spielen dabei eine prominente Rolle.

Wer bereits auf vielfältige Weise seinen individuellen Beitrag zum Klimaschutz leistet und Energie spart, wird sich fragen, ob diese seine freiwillige Änderung von Lebensgewohnheiten überhaupt respektiert wird. Wohlwollend wird man sagen: Mit Freiwilligkeit ist es nicht getan. Hier und da sind Vorschriften nötig, um sowohl bei den Verbrauchern als auch bei den Herstellern positive Wirkungen zu erzielen. Somit sind mehrere Effekte zusammen zu sehen: Jeder Einzelne leistet seinen freiwilligen Beitrag. Gleichzeitig zeigt der Gesetzgeber, dass er den Klimaschutz ernst nimmt (was ja wohl von den allermeisten gefordert wird!). Und schließlich werden die Produzenten durch die neuen Vorschriften aufgefordert, gute, komfortable und leistungsstarke Geräte zu entwickeln, die weniger Energie verbrauchen.

Letzteres hat schon heute dazu geführt, dass es auf dem Markt empfehlenswerte Staubsauger gibt, die weniger Energie verbrauchen, aber trotzdem ihre Zwecke erfüllen. Das bestätigt die Stiftung Warentest. Ein neues Energieeffizienzlabel für Staubsauger, wie man es z. B. von Waschmaschinen kennt, soll den Käufern eine Orientierung bieten. Es enthält nicht nur Angaben zur Energieeffizienzklasse von einem grünen A bis zu einem roten G, sondern auch noch weitere Zahlen zu Staubaufnahme und Staubemission und zum Geräuschpegel. Es regte sich bereits Kritik wegen der Unübersichtlichkeit…


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