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Schwierige Entscheidungen in puncto Dämmen

In der jüngsten Zeit ist das Dämmen von Häusern aus verschiedenen Blickwinkeln kritisiert worden. In Städten kommt es offenbar vor, dass größere Mietshäuser energetisch saniert werden und dabei insbesondere die Dämmung von Fassaden sehr teuer wird. Wenn diese Kosten auf die Mieten umgelegt werden, kann es sein, dass die erreichte Energieeinsparung deutlich niedriger ausfällt als die Mieterhöhung. Dies ist sicherlich keine gute Werbung fürs Dämmen. Auch seitens des Denkmalschutzes wird immer öfter eingewandt, dass das Dämmen von historischen Fassaden das Erscheinungsbild eines Hauses zu sehr beeinträchtigt. In solchen Fällen müssen die angestrebten Zwecke geprüft und Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen werden.

In unseren eher ländlich geprägten Städten und Gemeinden hört man meistens andere Einwände gegen das Dämmen. Gerade bei Altbauten mit dicken Wänden, wird vermutet, dort sei eine Dämmung eher nutzlos. Das kann, muss aber nicht stimmen! Mitunter wird sogar ins Feld geführt, dass Undichtigkeiten im Mauerwerk oder an Fenstern, für eine gute Belüftung sorgen. Dies sollten Sie aber nicht wirklich ernst nehmen. Denn der Luftaustausch, der für ein gesundes und angenehmes Raumklima sorgt, ergibt sich nicht automatisch, wenn Luft von außen durch Fugen und Ritze ins Gebäudeinnere dringen kann. Außerdem kann es recht unbehaglich sein, wenn ständig irgendwoher kalte Luft in die Wohnung zieht. Gutes Lüften, das heißt (wie wir Ihnen schon mehrfach geschildert haben) Stoßlüften, ist sowohl in modern gedämmten als auch in alten Häusern mit Undichtigkeiten die beste Methode. Außerdem kann feuchte warme Luft, die durch Ritze ins Mauerwerk dringt, dort kondensieren und auf lange Sicht erhebliche Schäden verursachen.
Nicht zuletzt wird immer öfter eingewandt, dass sich eine energetische Sanierung nur sehr langsam amortisiert oder sogar überhaupt nicht rechnet. Andererseits fordert der Gesetzgeber mit der neuen Energieeinsparverordnung, dass Gebäude geradezu luftdicht sein sollen.

Als Otto Normalverbraucher ist man in dieser Situation mit immer neuen Expertenurteilen und sich sogar widersprechenden Medienberichten verunsichert. Der gesunde Menschenverstand ist angesichts der vielen Varianten überfordert. Doch letztlich müssen Sie selbst entscheiden, was für Ihre individuelle Situation sowohl in finanzieller als auch baulicher bzw. gebäudetechnischer Hinsicht das Richtige ist und zudem im Einklang mit den geltenden Verordnungen steht. Das ist gewiss nicht leicht.

Es gibt allerdings durchaus bewährte Unterstützung für Sie. Als Ihre Stadtwerke lassen wir Sie nicht allein bei der Orientierung nach passgenauen Lösungen für Sie - und sei es, dass wir Ihnen Stellen nennen, die weiterhelfen können. Die Arge Solar - Beratung für Energie und Umwelt e.V., wo wir als Stadtwerke Mitglied sind, hält für Sie ein umfangreiches Beratungsangebot bereit. Wir vermitteln gerne einen Kontakt! Auch die Verbraucherzentralen verfügen über breitgefächerte Informationen. Schließlich sind die Fachbetriebe des Handwerks erfahrene Ansprechpartner aus der Praxis. Und wie immer gilt auch hier: Es kann sich lohnen, nicht nur eine, sondern zwei oder mehrere Meinungen zu hören. Ihre Entscheidung müssen Sie allerdings irgendwann selbst fällen. Aber dann können Sie uns gerne wieder um Rat fragen, dafür sind wir für Sie da.


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