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Der "Tag des Wassers" und Ihre eigene "Nachhaltigkeit"

Auf der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro wurde vereinbart, jedes Jahr am 22. März den "Weltwassertag" zu begehen. Seit 1993 steht er in jedem Jahr unter einem anderen Thema. 2015, im Jahr der Verabschiedung der neuen globalen Ziele nachhaltiger Entwicklung, steht der Weltwassertag unter dem Motto "Wasser und nachhaltige Entwicklung".

Was in diesem Zusammenhang "nachhaltig" bedeuten kann, lässt sich denken in Zeiten, wo bereits kriegerische Auseinandersetzungen wegen des Zugangs zu Trinkwasser entstanden sind, wo auch in Ländern, die eigentlich genug gutes Trinkwasser haben, Einträge in die Oberflächen die Wasservorräte gefährden, wo schließlich durch intensive Landwirtschaft und Industrialisierung immer mehr Wasser verbraucht wird.

Da stellt sich die Frage der Nachhaltigkeit global, lokal und für jeden Einzelnen jeden Tag. Jeder muss für sich entscheiden, wie wichtig ihm der sorgsame Umgang mit Trinkwasser ist. Wir haben Ihnen beispielsweise schon mehrfach mitgeteilt, dass Speisereste, vor allem Öle, nicht ins Abwasser gehören und dass Sie alte Medikamente nicht durchs WC entsorgen dürfen. Nachhaltigkeit kann aber auch sozusagen am eigenen Leibe erfahren werden - insbesondere als Defizit. Denn zu wenig Flüssigkeit aufzunehmen kann zu körperlichen Funktionsstörungen führen und auch krank machen - wenn man so will: auch eine Form von (in diesem Falle eher negativer) Nachhaltigkeit.

Wer im Internet auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung www.dge.de den Suchbegriff "Wasser" eingibt, erhält Hinweise auf 74 Artikel. Als erstes wird ein Artikel zur Wasserbilanz angezeigt. Darin geht es um die Wasserbilanz (in Millilitern pro Tag) bei einem Erwachsenen mit einem durchschnittlichen täglichen Energieumsatz von 11,1 MJ (2650 kcal) bei durchschnittlichen Klimabedingungen in Deutschland. Detailliert wird aufgelistet, wie sich Wasserzufuhr und Wasserabgabe die Waage halten. Der Zufuhr von 1440 ml Getränken steht die Abgabe von ebenso viel Urin gegenüber, während bei 875 ml Flüssigkeit durch Nahrungsaufnahme 160 ml durch den Stuhl ausgeschieden werden. Mehr als ein Liter werden durch den Atem und die Haus abgegeben, so dass für diesen durchschnittlichen Erwachsenen Wasserzufuhr und Wasserabgabe bei jeweils 2650 ml am Tag liegen. Das bedeutet: Dieser durchschnittliche Mensch sollte zirka 1,5 Liter trinken. Mehr Flüssigkeit brauchen wir im Falle von Krankheiten (besonders mit Fieber, Durchfall, Erbrechen), bei hohem Energieumsatz durch körperliche Arbeit oder Sport, Hitze, aber auch trockener, kalter Luft, bei hohem Verzehr von Kochsalz und von Proteinen. Die Angaben variieren erheblich je nach Altersgruppe. Wie hoch in Ihrer Altersgruppe die Wasserzufuhr sein sollte, erfahren Sie unter www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/wasser; natürlich sollten Sie auch Ihren Hausarzt fragen, wenn Sie unsicher sind. Demnächst können Sie auch an dieser Stelle mehr dazu und anderen Aspekten rund ums Trinkwasser erfahren.


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