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Überlegen und üben in der Fastenzeit

Womöglich haben Sie sich für die Fastenzeit wieder vorgenommen, Ihrem Idealgewicht ein Stück näher zu kommen. Warum auch nicht. Die meisten von uns sind ja "gut über den Winter" gekommen und wollen nun den ungeliebten Winterspeck wieder los werden. Hier wie meistens gilt: Nicht übertreiben! Man hört sogar inzwischen, dass es für die Lebenserwartung (zumindest statistisch) von Vorteil sein könnte, ein wenig über dem idealen so genannten Body-Mass-Index zu liegen. Und Sie alle haben sicherlich mitbekommen, dass Fette gar nicht so schlecht und Diäten gar nicht so gut sein sollen, wie viele bisher dachten. Auch hier gehen - wie so oft - die Meinungen und Befunde auseinander. Sie sind wieder einmal darauf verwiesen, Ihren eigenen Verstand einzusetzen.

Von uns zu diesem Thema nur zwei Tipps: Quälen Sie sich nicht zu sehr und denken Sie daran, welch gute Dienste unser gutes Trinkwasser für eine gesunde Ernährung und sogar auch beim Abnehmen leisten kann.

Sie sehen: Selber denken und handeln nimmt Ihnen keiner ab. Das entspricht ja durchaus den Erwartungen der Leute von heute: Wir wollen möglichst umfassend informiert sein, um dann unsere eigenen Entscheidungen zu fällen. Diesem Zweck dienen ja kritische Berichterstattungen in den Medien, Aufklärung über Inhaltsstoffe auf Verpackungen und sogar an Ladentheken - wie sinnvoll das im Einzelfall ist, sei dahin gestellt. Auf jeden Fall sind Sie aber gefordert. Der Gesetzgeber nimmt es Ihnen bei aller wohlmeinenden und beschützenden Vorsorge nicht ab, welche Wahl Sie treffen, welches Produkte Sie konsumieren, wie Sie leben... Gott sei Dank! Daher lohnt es sich für Sie, zu überlegen und sich klarzumachen, was für ein Leben Sie führen, wie Ihr Konsumverhalten und Ihr Energieverbrauch sind und was Sie besser machen könnten bei der Ernährung, im Umgang mit den anderen und der Natur und im Verbrauch von Ressourcen. Das heißt dann auch: Eingefahrene alltägliche Verhaltensweisen zu überdenken. Eine gute Übung für die Fastenzeit! 

Übrigens wird unser Wort "fasten" von einem altgotischen Wort hergeleitet, das so viel wie "festhalten" bedeutet. In der religiös geprägten Tradition war damit vor allem gemeint: Festhalten an den Fastenregeln oder an einer Haltung, die man für richtig hält. Die Wortgeschichte kennt aber auch eine indogermanische Wurzel. Danach geht es um Reinheit oder Reinigung. Schließlich kann sich jede und jeder in der Fastenzeit bemühen, mit sich ins Reine zu kommen. Und dazu gehören durchaus auch Überlegungen, wie man durch sein Verhalten dazu beiträgt, Energie zu sparen, das Klima zu schützen, das Trinkwasser sauber zu halten und überhaupt umweltbewusst zu handeln. Und nicht zuletzt ist die Fastenzeit eine Zeit des Übens. Die einen üben sich im Verzicht auf Alkohol und üppiges Essen, die anderen im Verzicht auf Fernsehen, Autofahren und mehr - natürlich auch Verzicht auf Energieverschwendung. Wichtiger als das (zeitweise) Weglassen ist möglicherweise das Einüben geänderter Gewohnheiten. Auch dazu kann die Fastenzeit ein Anlass sein, also sich selber Regeln angewöhnen, an die man sich dann auch - bitteschön - dauerhaft hält. Gutes Gelingen!


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