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Potentialausgleich und Rückflussverhinderer

In einigen Häusern gibt es immer noch Dinge, die nicht in Ordnung bzw. auf dem neusten Stand der Technik oder der gesetzlichen Anforderungen sind und die erhebliche Schäden verursachen können.

Ein Beispiel ist die Erdung. Früher wurden die Rohre des Trinkwassernetzes gerne als Erder für elektrische Anlagen in Gebäuden genutzt. Dies ist bereits seit 1990 nicht mehr zulässig. Eine Erdung an der Wasserleitung dürfte inzwischen auch die Ausnahme sein. Denn im Trinkwassernetz und insbesondere bei Hausanschlussleitungen sind vielfach Kunststoffleitungen eingebaut. Der Kunststoff funktioniert anders als Metall jedoch nicht als Erdung von elektrischen Anlagen.

Daher ist eine hauseigene Erdungsanlage (bzw. ein ordnungsgemäßer Potentialausgleich) notwendig. Diese wird mit allen metallenen Rohrleitungen des Hauses und mit dem Schutzerder des Hausanschlusses verbunden (Potentialausgleich gemäß DIN VDE 0100-410 und DIN VDE 0100-540). Die DIN schreibt für neue Gebäude Fundamenterder vor, die für die Erdung und den Potentialausgleich Verwendung finden.

Wo unzulässigerweise die Erdung immer noch an der Wasserleitung angebracht ist, kann es bei einem Fehler in der Elektroinstallation oder durch ein schadhaftes Elektrogerät zu eine lebensgefährlichen Berührungsspannung kommen.

Ein anderes Beispiel betrifft ebenfalls den Bereich des Hausanschlusses: Die "Technischen Regeln für Trinkwasserhausinstallationen" (TRWI) in Verbindung mit der DIN 1988 schreiben den Einbau von Rückflussverhinderern (unmittelbar hinter dem Wasserzähler) zwingend vor. Dieses Ventil hat den Zweck, störende Rückwirkungen aus der Hausinstallation auf das öffentliche Leitungsnetz und somit Rückwirkungen auf die Güte des Trinkwassers zu verhindern.

Verantwortlich für den Einbau eines KFR-Ventils (Kombiniertes Freistromventil mit integriertem Rückflussverhinderer) in seiner Trinkwasserhausinstallation ist jeder Wasserkunde (also nicht das Wasserwerk!). Ist kein KFR-Ventil eingebaut, kann es zu Verunreinigungen im öffentlichen Versorgungsnetz kommen. Das kann dann bei Verzehr des Trinkwassers erhebliche gesundheitsschädigende Wirkungen nach sich ziehen.

Sie sollten, falls kein Rückflussverhinderer vorhanden ist, möglichst umgehend ein KFR-Ventil installieren lassen, um auf der sicheren Seite zu sein und sich gegebenenfalls auch vor Haftungsschäden zu schützen. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich gleichzeitig der Einbau eines Druckregelventils („Druckminderer“) oder eines Kombigerätes hinter dem Zähler. Damit wird der Druck in Ihrer Hausinstallation verringert, falls es notwendig ist. Wenn also im örtlichen Wasserleitungsnetz Druckschwankungen vorkommen bzw. ein erhöhter Druck herrscht, sorgt der Druckminderer dafür, dass der erhöhte Druck nicht ins Haus gelangt.


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