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Enger Zusammenhang von Wasser- und Stromverbrauch

In den beiden letzten Artikeln haben wir Ihnen allgemeine Tipps zum energieeffizienten Umgang mit der Waschmaschine vermittelt und Ihnen Veränderungen bei den Energieeffizienzklassen von Neugeräten (EU-Label) erläutert.

Wir haben Sie auch auf einige interessante Internetseiten zu diesen Themen verwiesen und versprochen, weiter für Sie zu recherchieren.

Bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen haben wir das folgende Beispiel gefunden: "Eine ältere, geschenkte Waschmaschine mit einem Stromverbrauch von 1,33 Kilowattstunde (kWh) und einem Wasserbrauch von 65 Litern führt in 15 Jahren, bei 220 Waschladungen im Jahr, zu Betriebskosten von circa 2.090 Euro (bei 28 Cent je kWh und 4 Euro pro Kubikmeter Wasser). Ein neues, effizientes Gerät dagegen mit einem Stromverbrauch von 0,78 kWh und einem Wasserverbrauch von 37 Litern kostet im gleichen Zeitraum nur 1.210 Euro. Das ist eine Ersparnis von 880 Euro in 15 Jahren (ohne Berücksichtigung von Preissteigerungen)." (www.vz-nrw.de/www.verbraucherzentrale-rlp.de/Waschmaschinen-1, Stand 26.06.2014)

Sie sehen: Selbst geschenkt, kann teuer sein! Und der Zusammenhang von Wasser- und Stromverbrauch dürfte ebenfalls deutlich geworden sein. Der meiste Strom wird nämlich bei Waschmaschinen für die Erwärmung des Wassers verbraucht. Daher kann generell empfohlen werden, mit möglichst wenig Wasser bei möglichst geringer Temperatur zu waschen, soweit dies möglich ist.

Auch eine Waschmaschine mit Warmwasseranschluss kann sinnvoll und lohnend sein, insbesondere, wenn preiswert erwärmtes Wasser aus einer Solaranlage zur Verfügung steht. Allerdings sind laut Hersteller nicht alle Waschmaschinen für einen Warmwasseranschluss geeignet. Die Verbraucherzentrale stellt lapidar fest (a. a. O.): "Je länger aufgeheizt wird, desto höher ist der Stromverbrauch."

In einer Gegenüberstellung erkennt man: Wird der Stromverbrauch bei 60 Grad als ein Wert von 100 Prozent zugrunde gelegt, dann bedeutet 30 Grad-Wäsche zirka 30 Prozent Energieverbrauch, also zwei Drittel weniger als bei 60 Grad. Bei 40 Grad liegt der Energieverbrauch bei etwa der Hälfte, bei 90 Grad jedoch bei ungefähr 160 Prozent,  das sind mehr als 1,5 Mal soviel wie bei 60 Grad.

Die neuen energieeffizienten Waschmaschinen nutzen Trommelvolumen und Waschlauge besser aus als früher, verhindern Waschmittelverluste und waschen die Wäsche mit besserer Durchflutung. Dies alles führt zu deutlich geringerem Wasser- und Stromverbrauch, obwohl die Waschprogramme meistens länger laufen, um die niedrigen Temperaturen und die verringerte Bewegung in der Trommel auszugleichen.

Wenn Ihre neue Waschmaschine also längere Laufzeiten hat als Ihre ausrangierte, dann bedeutet dies nicht automatisch auch einen höheren Stromverbrauch! Und außerdem kommen moderne Waschmaschinen auch mit weniger Waschmittel aus. Zu diesem Zweck haben die Hersteller die Wassereinspülung verändert oder ein Kugelventil bzw. eine Klappe im Laugenbehälter eingebaut.


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