Sie sind hier: SWW Wadern 
Inhaltsbereich

Was bringt die EEG-Novelle?

Sie haben es sicher in den Medien verfolgt: Das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) wird reformiert.

Wenn Bundestag und Bundesrat so beschließen, könnte sie bereits am 01.08.2014 in Kraft treten. Der Gesetzgeber unterstützt bekanntlich die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen mit Hilfe des im Jahr 2000 in Kraft getretenen EEG, um deren Anteil an der Stromerzeugung zu erhöhen.

Gemäß dem EEG erhält jeder, der Strom aus Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse erzeugt, für einen festen Zeitraum von 20 Jahren nach Installation einer Anlage eine garantierte Vergütung für jede Kilowattstunde (kWh). "Diese Vergütung wird von den Netzbetreibern ausgezahlt. Sie nehmen den Produzenten den Strom ab und verkaufen ihn an der Strombörse. Die Differenz zwischen der garantierten Vergütung und dem Erlös an der Strombörse wird als Umlage auf die Stromverbraucher pro Kilowattstunde umgelegt. Im Jahr 2014 liegt die EEG-Umlage bei 6,24 Cent/kWh", ist zu lesen auf der Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums unter "Häufig gestellte Fragen zur EEG-Reform" (Quelle: www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Erneuerbare-Energien/eeg-reform,did=617412.html, Stand 21.05.2014).

Laut Bundeswirtschaftsministerium sind die erneuerbaren Energien bereits "Stromlieferant Nummer 2" mit einem Anteil von rund 25 Prozent in Deutschland. "Im Jahr 2025 sollen 40 bis 45 Prozent des deutschen Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen, im Jahr 2035 sollen es bereits 55 bis 60 Prozent sein."

Warum das EEG jetzt reformiert werden soll, wird folgendermaßen begründet: "Durch den relativ schnellen Zubau von erneuerbaren Energien zu einem Zeitpunkt, als diese noch teuer waren - dies betrifft insbesondere den hohen Zubau bei Photovoltaik und Biomasse in den Jahren 2009-2012 - ist die EEG-Umlage in den letzten Jahren stark gestiegen. Die an die Betreiber zu zahlenden EEG-Vergütungen für die Förderung sind so auf rund 24 Milliarden Euro jährlich angewachsen. Mit der Reform soll die Kostendynamik der letzten Jahre gestoppt werden und der Fokus auf die kostengünstigen erneuerbaren Energien gelegt werden."

Als "Ziel" wird unter anderem genannt: "Kosten gerechter verteilen: Die so genannte Besondere Ausgleichsregelung, die derzeit etwa 2.000 Unternehmen von der Zahlung der EEG-Umlage weitgehend ausnimmt, soll europarechtskonform so weiter entwickelt werden, dass einerseits die Wettbewerbsfähigkeit der stromintensiven Industrie gewährleistet bleibt und andererseits diese angemessen an den Kosten des Ausbaus der erneuerbaren Energien beteiligt wird. Außerdem soll die Stromerzeugung zum Eigenverbrauch zukünftig an der EEG-Umlage beteiligt werden. Für kleine Anlagen wird dabei eine Bagatellgrenze eingeführt und der Vertrauensschutz für bestehende Anlagen wird gewährleistet."

Es ist zweifellos nicht leicht, die Interessen von Industrie und Verbrauchern und Umweltschutz auszugleichen, und es bleibt abzuwarten, wie die neuen Regelungen der EEG-Novelle im Einzelnen aussehen werden. Man darf insbesondere auch gespannt sein, ob es tatsächlich gelingen wird, den Anstieg der EEG-Umlage zu stoppen.


Rechter Inhaltsbereich