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Umsicht und Hygiene im Umgang mit Trinkwasser

Vergangene Woche haben wir über die Legionärskrankheit und Legionellen berichtet. Natürlich wollten wir Sie nicht erschrecken.

Übertriebene Vorsicht ist sicherlich ebenso fehl am Platze wie Gedankenlosigkeit. Überall im Alltag Desinfektionsmittel einzusetzen ist schlicht überflüssig. Sie brauchen das Wasser aus der Leitung auch nicht aufzubereiten. Wer das Gegenteil behauptet, treibt unlauteres Spiel mit vorhandenen oder neu geweckten Ängsten in der Bevölkerung. Unsauber ist nicht das Wasser, sondern sind die Geschäfte, die solche Leute machen wollen.

Andererseits ist es schon gut und richtig, ein Bewusstsein und eine Sensibilität dafür zu entwickeln, dass unser Trinkwasser kostbar und auch gefährdet ist. Sicherlich sind wir nicht in der schlimmen Lage wie sehr viele Menschen auf unserem Planeten, nicht über genügend sauberes Wasser zu verfügen. Nicht ohne Grund und Anlass haben die Vereinten Nationen den Zugang zu sauberem Trinkwasser in den Katalog der unveräußerlichen Menschenrechte aufgenommen! Bei uns gibt es genügend gutes Grundwasser. Aber es ist auch gefährdet - durch gedankenloses (und illegales) Entsorgen von Gefahrstoffen, Öl, Autobatterien usw. Das wissen sie ja, ebenso, dass Arzneien und Öl nicht ins WC gehören.

Sie wissen ja auch, dass wir als Ihr Versorgungsunternehmen vor Ort alles dafür tun, dass Sie einwandfreies Trinkwasser nach Hause bekommen. Dafür tätigen wir kontinuierlich erhebliche Investitionen in unser Versorgungsnetz. Wir sind sogar per Gesetz dazu verpflichtet, für eine einwandfreie Trinkwasserqualität zu sorgen. Deshalb können wir sagen: Die Qualität unseres Trinkwassers ist einwandfrei, denn sie wird ständig überprüft.

In diesem Zusammenhang ist noch einmal klar zustellen: Verunreinigungen von Trinkwasser ereignen sich am ehesten erst hinter dem Hausanschluss und diese Bereich liegt in der Verantwortung des Hauseigentümers.

Alte und/oder kaputte Leitungen, lange in den Leitungen stehendes oder sehr langsam fließendes Wasser und nicht zuletzt unsaubere, mangelhaft gereinigte Wasserhähne sind die häufigsten Ursachen von erhöhter Keimbelastung in den Hausleitungen bzw. an der Entnahmestelle in der Wohnung. Dagegen helfen ganz einfache Maßnahmen.

Unsere Tipps: Reinigen Sie die Wasserhähne sorgfältig und denken Sie daran, dass im Putzlappen auch Keime stecken können! Lassen Sie das Leitungswasser kurz laufen, bevor Sie es trinken, und drehen Sie die Hähne regelmäßig auf, um längeren Stillstand in den Leitungen zu vermeiden. Außerdem sollte die Vorlauftemperatur von Warmwasser mindestens 50 Grad betragen, damit keine Bakterien wachsen können.


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