Sie sind hier: SWW Wadern 
Inhaltsbereich

Am Klimawandel ist gar nichts gut

Sie kennen sicherlich den Spruch: "Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch zu etwas gut wäre."

Im Hinblick auf den jetzt zurückliegenden Winter mag man bedauern, dass wir so gut wie keinen Schnee hatten, man kann sich aber natürlich auch darüber freuen, dass wir weniger Heizkosten als in früheren Wintern hatten. Mancher ist vielleicht schon in freudiger Erwartung exotischer Früchte aus dem eigenen Garten. Doch diese Freude ist nicht ungetrübt. Wirklich gut ist nichts daran. Selbst die hartnäckigsten Zweifler an der Erderwärmung bzw. am Klimawandel zweifeln inzwischen an Ihrer eigenen Position. Fest steht: Der Klimawandel ist eine Tatsache.
Dieser Tage wurde ein weiterer Teil des neuen Weltklimabericht, ein mehrteiliges Werk von mehreren tausend Seiten, veröffentlicht. Für die Entscheidungsträger in der Politik und für künftige Konferenzen wurde eine knapp 50-seitige Zusammenfassung erstellt. Man mag, von vielen Weltklimagipfeln enttäuscht, sagen: Papier ist geduldig… Andererseits sind die Befunde nicht von irgendwelchen Schlaumeiern zusammen getragen worden, sondern von wirklichen Fachleuten, Wissenschaftlern und Vertretern von Regierungen aus aller Welt. Sie tagten jetzt in Yokohama. Es handelt sich um den Weltklimarat, dem 200 Länder angehören. Er ist eine UN-Organisation mit ständigem Sitz in Genf. 2007 erhielt er für den Kampf gegen den Klimawandel den Friedensnobelpreis.
Laut diesem jüngsten Papier von Ende März 2014, drohen infolge des Klimawandels in absehbarer Zeit Überflutungen, Dürren, Lebensmittelknappheit und sogar Kriege wegen des Trinkwassers. Die Wissenschaftler des Weltklimarates sehen die Risiken für solches Unheil erheblich gestiegen. Noch in diesem Jahrhundert droht demnach Hunderten Millionen Küstenbewohnern wegen der Eisschmelze an den Polkappen der Verlust ihrer Heimat. Andererseits sind gewaltige Dürren absehbar, lange Hitzeperioden, so dass die Frischwasserreserven austrocknen können. Trinkwasser wird in vielen Teilen der Erde so knapp werden, dass sogar Kriege ausbrechen könnten. Europa bleibt keineswegs verschont. Dort erwarten die Wissenschaftler wie auf den anderen Kontinenten immer öfter drastische Hitzewellen, die auch zum Tode vieler Menschen führen werden. Schließlich werden immer mehr Tier- und Pflanzenarten aussterben.
Das sind keine wilden Spekulationen. Im "Handelsblatt" werden die aktuellen Fakten wie folgt zusammengefasst: "Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Temperatur auf der Erde um gut 0,8 Grad Celsius angestiegen. Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts (von 2001 bis 2010) war nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie das heißeste seit 1881. Im Durchschnitt betrug die Temperatur 14,47 Grad an der Land- und Meeresoberfläche und damit 0,47 Grad mehr als im Durchschnitt zwischen 1961 und 1990." (Quelle: www.handelsblatt.com/technologie/umwelt-news/neuer-weltklimabericht-risiko-fuer-konflikte-steigt/9690846-2.html).


Rechter Inhaltsbereich