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Energieausweis - Gütesiegel für energieeffiziente Gebäude

1. Was ist ein Energieausweis?
Ein Energieausweis gibt Auskunft über den Energieverbrauch pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr, ähnlich wie wir das schon von Energieeffizienzklassen bei Haushaltsgeräten oder dem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen kennen. Damit sollen Kaufinteressenten und künftige Mieter eine objektive Information darüber bekommen, ob das Gebäude einen hohen oder einen niedrigen Energiebedarf hat. Dieser Energieausweis enthält grundlegende Aussagen über die energetische Qualität eines Gebäudes und hilft die Höhe der zukünftigen Energie- bzw. Nebenkosten abzuschätzen.

2. Warum ist ein Energieausweis erforderlich?
Der Energieausweis enthält konkrete Hinweise auf energetische Schwachstellen und entsprechende Modernisierungserfordernisse. So erfährt der Hausbesitzer, wie er den Wert seiner Immobilie sichern bzw. steigern kann. Wer die Energieeffizienz seines Gebäudes erhöht, reduziert dadurch nicht nur seine Betriebskosten, sondern erzielt auch eine belegbare Wertsteigerung seiner Immobilie.

3. Wer muss einen Energieausweis haben?
Jeder Kauf- oder Mietinteressent für eine Wohnung oder ein Haus hat spätestens ab Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung das Recht auf Vorlage eines gültigen Energieausweises durch den Verkäufer oder Vermieter. Mieter in bestehenden Mietverhältnissen werden keinen Anspruch auf einen Energieausweis haben. Ein Energieausweis ist nur dann erforderlich, wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft, bzw. neu vermietet wird.

4. Welche Einführungsfristen von Energieausweisen gibt es?
Die Einführung des Energieausweises für Wohn- und Nichtwohngebäude wird deutschlandweit stufenweise von 2008 bis 2009 umgesetzt:
Art der Immobilie
Wohngebäude bis Baujahr 1965, Starttermin: 01.07.2008
Wohngebäude ab Baujahr 1965, Starttermin: 01.01.2009
Nichtwohngebäude, Starttermin: 01.07.2009

5. Welche Ausweistypen gibt es?
Die EnEV unterscheidet zwei Arten von Energieausweisen.
1. Der Bedarfsausweis enthält objektive Angaben zum Energiebedarf von Wohngebäuden, der auf der Grundlage einer technischen Analyse der Bausubstanz und der Heizungsanlage ermittelt wird.
2. Der Verbrauchsausweis gibt den Energieverbrauch der Gebäudebewohner in den vergangenen drei Jahren für Heizung und Warmwasserbereitung an. Das Ergebnis ist beim Verbrauchsausweis stark von individuellen Nutzungsverhalten der Bewohner abhängig.

6. Wann brauche ich welchen Ausweistyp?
Bis zum 1. Oktober 2008 besteht Wahlfreiheit zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis.
Danach gilt:

Verbrauchsausweis zulässig für:

  • Wohngebäude mit bis zu 4 Wohneinheiten die nach der 1. Wärmeschutzverordnung (WSCHVO) 1977 errichtet wurden
  • Wohngebäude mit mehr als 4 Wohneinheiten – unabhängig welches Baujahr
  • Nichtwohngebäude

Bedarfsausweise verpflichtend für:

  • Wohngebäude mit bis zu 4 Wohneinheiten, die vor der 1. Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet wurden. Eine Ausnahme gilt für Wohngebäude aus dieser Zeit, die entweder bereits bei der Baufertigstellung den energetischen Stand der WSCHVO 1977 aufweisen oder durch Modernisierungsmaßnahmen auf diesen Stand gebracht worden sind. In diesen Fällen besteht ebenfalls Wahlfreiheit.

7. Wie lange ist ein Energieausweis gültig?
Beide Varianten des Energieausweises haben nach ihrer Ausstellung eine Gültigkeit von 10 Jahren.

8. Gilt der Energieausweis für eine Wohnung oder nur für das ganze Gebäude?
Generell wird ein Energieausweis nur für ein Gebäude erstellt.

9. Was kostet der Energieausweis?
Verbrauchsausweis Wohngebäude: ab 59 Euro
Verbrachsausweis Nichtwohngebäude: ab 89 Euro
Bedarfsausweis: objektbezogen, ab 349 Euro.

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10. Wo bekomme ich den Energieausweis her?
In Zusammenarbeit mit der ARGE SOLAR e. V. bieten wir die beiden Varianten des Energieausweises an.

Weitere Informationen unter ARGE SOLAR.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Rufnummer 06871/9012-0 oder an info(at)swwadern.de.


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Quelle: BMVBS/dena